Facebook heuert Hacker Geohot an

Überraschende Personalie: Facebook hat den Hacker George Hotz angeheuert, berichtet das Wall Street Journal. Der in der Szene besser als "Geohot" bekannte Amerikaner war es, der 2008 den ersten sogenannten Jailbreak für Apples iPhone veröffentlichte und später auch Sonys Playstation 3 knackte. Beim weltgrößten Social Network soll der gerade einmal 21-Jährige Software entwickeln. Im Social Web munkelt man nun recht humorvoll, ob das Geohots einzige Aufgabe sein werde.

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Erst vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass Facebook eine Anti-Google-Story in diversen amerikanischen Medien und Blogs lancieren wollte. Der Plan flog jedoch auf, weil einer der kontaktierten Blogger den Email-Verkehr öffentlich machte und damit das soziale Netzwerk an den Pranger stellte. Ein Sprecher gestand die Vorwürfe ein.
Mit George Hotz hat Facebook jetzt einen äußerst pfiffigen, aber auch streitbaren jungen Mann in seinen Reihen. Sein iPhone-Hack ermöglichte Besitzern, mit anderen Mobilfunk-Anbietern als dem offiziellen US-Partner AT&T zu telefonieren. Es folgten weitere Varianten der Jailbreak-Software, mit denen auch Programme von außerhalb des App Store von Apple auf die Telefone geladen werden konnten.
Anfang des Jahres veröffentlichte er einen Jailbreak für die Playstation 3. Wer ihn installierte, konnte mit seiner Konsole auch gebrannte Spiele spielen. Sony ging daraufhin zuerst gerichtlich gegen Hotz, unter anderem wegen Verletzung des Urheberrechts, vor. Später einigten sich die Parteien außergerichtlich. Der 21-Jährige musste sich Sony gegenüber angeblich verpflichten, sämtliche Hacker-Bemühungen gegen Produkte des Konzerns einzustellen. Vermutlich aus Rache startete die Hackergruppe Anonymous eine Angriffswelle auf die Japaner und entwendeten rund 100 Millionen Kundendaten aus dem Playstation Network und dem Musikdienst Qriocity.
Was genau Hotz bei Facebook machen soll, teilte das Unternehmen nicht mit. Da er aber als einer der talentiertesten Computerexperten weltweit gilt, war es nur eine Frage der Zeit, bis eine Softwarefirma auf ihn zukommen würde.

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