Suchmaschinenranking: Googles Lieblinge

Trotz Facebook, Twitter & Co.: Den meisten Traffic bekommen fast alle großen Websites immer noch von Suchmaschinen. Mit Hilfe von Daten des SEO-Dienstleisters Sistrix wird MEEDIA daher ab sofort regelmäßig über die Themen SEO, SEM, etc. berichten. Zum Auftakt widmen wir uns der Frage, welche Websites am besten in der deutschen Google-Suche auffindbar sind. Ergebnis: Insgesamt liegt die Wikipedia extrem weit vorn, bei den Nachrichten-Angeboten führt Spiegel.de vor Focus.de.

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Für unsere Auswertung haben wir den so genannten Sichtbarkeitsindex des SEO-Dienstleisters Sistrix verwendet. Zur Ermittlung dieser Zahlen überprüft Sistrix einmal pro Woche die jeweils ersten 100 Google-Ergebnisse von rund einer Viertel Million Suchbegriffen. Der aus diesen 25 Mio. Daten errechnete Index bezieht die Platzierung einer Domain in den Ergebnissen und die Popularität eines Suchbegriffs mit ein. Ist also eine Website bei populären Suchen weit oben platziert, steigt ihr Sichtbarkeitsindex relativ gesehen schneller an, als wenn sie bei weniger populären Suchen weit oben oder bei populären Suchen auf den Plätzen 90 oder 100 vertreten ist.

Die klare Nummer 1 in der deutschen Google-Suche ist laut Sistrix die Wikipedia. Die Domain wikipedia.org verfügt derzeit über einen Indexwert von 6.876,69 und damit über einen mehr als 4 mal so großen wie amazon.de auf Platz 2. Hinter weiteren Giganten wie Youtube und ebay folgt auf Platz 5 idealo.de. Die zu Axel Springer gehörende Preisvergleichsplattform ist aufgrund ihrer gigantischen Produkte-Datenbank extrem gut in der Google-Suche platziert. Kein Wunder also, dass die Website, die bei IVW und AGOF zu Computerbild.de gezählt wird, laut Googles Ad Planner zu den 50 meistbesuchten Websites Deutschlands gehört.

Ohnehin haben es Websites mit gigantischen Content-Datenbanken bei Google leichter. So finden sich auch die Wissens-Community gutefrage.net, das Bewertungsportal Ciao.de, die Lokal-Inhalte-Sammlung meinestadt.de und die Rezeptedatenbank Chefkoch.de in der Top Ten. Bestplatziertes journalistisches Angebot ist Chip.de – die Website profitiert auch, aber nicht nur von ihren Foren. Knapp an der Top Ten gescheitert sind die stärksten News-Websites: Laut Sistrix führt hier Spiegel.de vor den beim Thema SEO besser aufgestellten Angeboten Focus.de (Platz 12), Bild.de (18), Welt.de (26), Sueddeutsche.de (38) und stern.de (39).

Die größten Gewinner in der Google-Suche sind im Vergleich zum Zeitpunkt vor einem Jahr prozentual gesehen Youtube, ab-in-den-urlaub und Facebook. Youtube hat insbesondere in den vergangenen 14 Tagen extrem zugelegt, Facebook arbeitet sich seit Jahren Schritt für Schritt in der Sichtbarkeitsindex-Statistik nach oben. Zwei Gründe dafür dürften die zunehmende Nutzerzahl und die bessere Auffindbarkeit der Inhalte sein, die Ende 2009 durch Änderungen in der Privatsphären-Einstellungen eingeleitet wurde. Schaltet der Facebook-Nutzer sein Profil nicht auf privat, wird es mitsamt der Inhalte seitdem auch von Google gefunden.

Besonders stark verloren haben auf den ersten 50 Plätzen – wiederum prozentual gesehen – Google.de, also die anderen Inhalte und Tools der Suchmaschine, sowie preisroboter.de und Ciao.de. Bei Google.de wurde das Ergebnis insbesondere durch die deutlich seltener ausgespuckten Ergebnisse von Google-Maps-Inhalten verschlechtert. Vor einem Jahr tauchten sie noch wesentlich öfter in den Ergebnissen der Google-Suche auf.

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