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Social Games: Google will doch nur spielen

Es gibt kaum einen Bereich, in dem Google noch nicht aktiv ist. Karten, Übersetzer, Suchmaschine – sogar eine Gen-Analyse bietet der Konzern. Jetzt steigt der Internetriese auch in den Spielemarkt ein. Spekuliert wurde schon lange über "Games at Google", eine offizielle Stellenanzeige bringt nun Klarheit. Für seinen Standort in Mountain View, Kalifornien, sucht das Unternehmen einen Product Manager und beschreibt die Aufgabe als "die seltene Möglichkeit, einen brandneuen Geschäftsbereich aufzubauen".

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Es gibt kaum einen Bereich, in dem Google noch nicht aktiv ist. Karten, Übersetzer, Suchmaschine – sogar eine Gen-Analyse bietet der Konzern. Jetzt steigt der Internetriese auch in den Spielemarkt ein. Spekuliert wurde schon lange über "Games at Google", eine offizielle Stellenanzeige bringt nun Klarheit. Für seinen Standort in Mountain View, Kalifornien, sucht das Unternehmen einen Product Manager und beschreibt die Aufgabe als "die seltene Möglichkeit, einen brandneuen Geschäftsbereich aufzubauen".
Den Posten soll jemand besetzen, der "strategisch denkt, technisch versiert ist und Spiele liebt, um Googles Gaming-Strategie erfolgreich zu verwirklichen". In der Stellenbeschreibung heißt es weiter: "Sie werden die Entwicklung von geeigneten Strategien für die Spieledistribution und -entwicklung verantworten sowie Zielgruppen identifizieren und für die Mechanik der Spiele verantwortlich sein. Zusätzlich zu den Aufgaben, eine großartige Nutzererfahrung zu schaffen und wichtige Kooperationen aufzubauen, werden Sie Googles soziale Plattform erheblich mitgestalten, indem sie direkt mit Spieleentwicklern zusammenarbeiten."
Bei der Plattform wird es sich voraussichtlich also um ein Portal für Social- und Browsergames handeln. Zyngas Spiele dürften – zumindest am Anfang – ein Kernbestandteil des Angebots darstellen. Dabei setzen die Unternehmen auf HTML5 und das Google Web Toolkit. Die Funktionen werden Unterstützung in Google Chrome, Android und Google TV finden.
Games sind ein Bereich, den Google bislang stiefmütterlich behandelt hat. Zwar investierte der Suchmaschinenriese vor rund einem Jahr 100 Millionen Dollar in den Social-Games-Entwickler Zynga ("FarmVille", CityVille", "Empires & Allies"). Doch fällt der Anteil gering aus, wenn man bedenkt, dass Analysten das Unternehmen mit zehn Milliarden Dollar bewerten. Weitere Aktien haben die Redmonder bisher nicht im Spielegeschäft.
Social Games gelten als absoluter Wachstumsmarkt und Zynga ist in diesem Business der größte Spieler. In der ersten Hälfte von 2010 soll die "FarmVille"-Firma rund 350 Millionen Dollar umgesetzt haben. Schätzungen für 2011 gehen von einem Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar aus. Weltweit spielen mehr als 260 Millionen Menschen Zynga-Games. Gleichzeitig könnte sich das Unternehmen über eine Partnerschaft mit Google aus seiner Abhängigkeit von Facebook lösen. Bisher sind Zynga-Spiele nahezu ausschließlich in dem Social Network verfügbar.

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