Knigge 2.0: die Benimmregeln fürs Web

Wie verhält man sich richtig auf der Datenautobahn? Muss man jede E-Mail beantworten, und darf man das Freundschaftsangebot des Chefs bei Facebook ausschlagen? Auch wenn alles digital abläuft, sollte die Höflichkeit nicht auf der Strecke bleiben. Die Deutsche Telekom hat bereits in zweiter Auflage eine eEtiquette entworfen, die 101 Leitlinien für das World Wide Web beinhaltet. MEEDIA stellt die wichtigsten Benimmregeln für soziale Netzwerke, den E-Mail-Verkehr, Videokonferenzen und Chats vor.

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Ganz allgemein geben die Kommunikationsexperten folgenden Rat: "Nutzt du einen neuen Kommunikationskanal, beobachte zuerst und erkunde die grundlegenden Verhaltensregeln." Und: "Digitale Manieren unterscheiden sich von Universum zu Universum. Lade dir immer die aktuellen Umgangsformen runter, bevor du ins Ausland reist." Die Regeln wurden vom Team des Creation Centers der Telekom Laboratories mit Unterstützung von 40 internationalen Nutzern, Masterstudierenden des Royal College of Art in London und der Deutschen Knigge Gesellschaft entwickelt.   

Die wichtigsten 20 Regeln fürs Web:
+ Emaile nicht wie ein Roboter. Versuche stets, etwas menschliche Wärme einzubringen.
+ Das Schicken von großen Dateianhängen ist wie Reisen mit Übergepäck. Es bremst und blockiert das System.
+ Starre nicht auf fremde Bildschirme. Verhalte dich wie an einem FKK-Strand: Persönliches geht dich hier nichts an.
+ Hunger und Ermüdung sind keine interessanten Statusmitteilungen. Teile deinen Anhängern nur relevante Dinge mit.
+ Google ab und zu deinen Namen, um deine digitalen Klone kennenzulernen.
+ Wikipedia löst nicht alle Meinungsverschiedenheiten. Verwende es in Maßen
+ Verfolge auf welchen Fotos du im Netz zu sehen bist. Es ist in Ordnung, Tags von unvorteilhaften Bildern zu entfernen.
+ Stelle nur Bilder ins Netz, die auch deine Mutter freigeben würde.
+ Du könntest es bereuen, dich mit nahen Verwandten, Ex-Partnern, Mitarbeitern oder deinem Chef in sozialen Netzwerken zu anzufreunden. Überlege gut.
+ "Ignoriere" andere gleich, statt eine ungewollte Freundschaft später rückgängig zu machen.
+ Überschätze nie deinen digitalen Freunde. Über ein soziales Netzwerk befreundet zu sein heißt nicht, Freunde im realen Leben zu sein.
+ Menschen zuerst: Eine reale Person hat gegenüber einem technischen Gerät immer Vorrang und verdient deine volle Aufmerksamkeit.
+ Die erste "kostenfreie" Stunde WiFi, kostet in einem Cafe kostet einen Cappuccino und einen Muffin. Die zweite Stunde nur noch einen Schokokeks.
+ Google deine Verabredung nicht vor dem ersten Rendevous – Lass dich wenigsten ein paar Tage lang verzaubern.
+ Nur R2D2 darf eine Beziehung digital beenden.
+ Das Weiterleiten von Viren ist wie jemanden direkt ins Gesicht zu niesen. Achte auf deine digitale Hygiene.
+ Teile Deine Accounts nur mit Leuten, denen du auch deine Zahnbürste leihen würdest.
+ Ist die Promille-Grenze überschritten, lass das hemmungslose Tippen.
+ Facebook ist wie Kaffee – ohne Filter kann es bitter enden. Teile deine digitalen Inhalte gezielt.
+ Sprich mit der Kamera, nicht mit deinem eigenen Bild. Verwechsle es nicht mit deinem Badezimmerspiegel.

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