Warum Christoph Erfolg hat und Kevin nicht

LinkedIn ist mit 100 Millionen Usern das größte Business-Netzwerk weltweit. In Deutschland sind es immerhin schon eine Millionen User. Eine Menge an Daten, die sich auswerten lassen. LinkedIn hat eine Statistik der häufigsten Vornamen von Geschäftsführern zusammengetragen. Die Gewinner in Deutschland: Wolfgang und Christoph, gefolgt von Michael. In den USA stehen Peter, Bob und Jack auf dem Siegertreppchen. Deborah, Sally und Debra lauten die häufigsten Frauennamen auf Führungspositionen in den USA.

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"Leute definieren sich selbst oft über ihre Position, ihren Arbeitgeber und ihre Ausbildung", so Monica Rogati, Senior Data Scientist bei LinkedIn. "Wir haben bei der Auswertung der Daten auch einen Zusammenhang zwischen dem Vornamen von Personen und der Industrie oder dem Arbeitsbereich in denen sie tätig sind, entdeckt.“

In den USA tragen beispielsweise überdurchschnittlich viele Personen im Vertrieb kurze Vornamen mit vier Buchstaben, wie etwa Chip, Todd und Trey, während Ingenieure oft längere Namen tragen: wie Rajesh, Jeremy und Andrew.
Dr. Frank Nuessel, Autor des Buches „NAMES: A Journal of Onomastics“ und Professor der klassischen und modernen Sprachen an der Universität von Louisville erklärt dieses Phänomen folgendermaßen: „Kurznamen werden in vertrauten Situationen als Spitzname oder sogar als Kosename verwendet.

Vertriebsleiter würden aus diesem Grund nur eine verkürzte Form ihres Namens nutzen, um auf potenzielle Kunden zugänglicher zu wirken. Interessanterweise ziehen Geschäftsführerinnen es vor, ihren vollständigen Namen und keinen Spitznamen zu verwenden, so das Ergebnis der Studie. Sie möchten so in einem professionelleren Licht erscheinen und von ihren Mitarbeitern ernst genommen werden.“

Gleichzeitig dürften sich einige Vornamen als Karrierebremsen erweisen. Eine Untersuchung der Universität Oldenburg unter Grundschullehrern klärte darüber auf, welche Namen welche Assoziationen hervorrufen. Schüler, die auf den Namen Kevin, Justin, Chantal oder Mandy hören, wurden als leistungsschwächer und tendenziell verhaltensauffälliger als die Sophies, Hannahs, Alexanders oder Maximilians dieser Welt eingeschätzt.

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