Hacker legen Site der britischen Polizei lahm

Nie zuvor war die Hackerszene so aktiv wie zurzeit. Vor wenigen Wochen stahlen sie Kundendaten von mehr als 100 Millionen registrierten Nutzern von Sony, es folgten Angriffe auf verschiedene Spiele-Hersteller, die CIA und in der vergangenen Nacht legten die Cyberpiraten die Website der britischen Polizei lahm. Zu der Attacke bekannten sich die Gruppen Anonymous und Lulzsec. Ihr Ziel: Sie wollen gemeinsam gegen Regierungen und die Finanzwelt ins Feld ziehen. Ein Mitglied wurde mittlerweile verhaftet.

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Bei dem Verhafteten handelt es sich um einen 19-Jährigen, der angeblich Mitglied der Gruppe Lulz Security (Lulzsec) ist. Dem Engländer wird vorgeworfen, für Netzwerkeinbrüche und DDoS-Angriffe verantwortlich zu sein, meldet die Metropolitan Police. Es sei auch umfangreiches Material sichergestellt worden, das nun untersucht wird. Laut einem Tweet von @anonesc hat der Verhaftete keine leitende Position bei Lulzsec inne.
Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, haben sich die beiden Hacker-Gruppen derweil verbündet. Das erste Opfer ihrer gemeinsamen Angriffe war die britische Polizei. Die Behörde für die Bekämpfung des organisierten Verbrechens (SOCA) war in der Nacht über www.soca.gov.uk nicht zu erreichen, heißt es. Anders als Lulzsec, das als "Spaßguerilla" galt, verfolgt Anonymous politische Ziele und machte sich durch die Unterstützung von Wikileaks einen Namen.
Diesem Ziel hat sich nun offenbar auch Lulzsec verpflichtet. In einer Erklärung begründen die Hacker ihr Vorgehen mit den ihrer Meinung nach fortschreitenden Bemühungen von Regierungsseite, das Internet zu dominieren und zu kontrollieren. "Unser oberstes Ziel ist es, jegliche Art von geheimen Regierungsinformationen zu stehlen und zu verbreiten." Hauptziele seien Banken und andere hochrangige Einrichtungen. Man wolle verhindern, dass die "Privatsphäre von profitgierigen Geschäftemachern überrannt wird".

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