Zuckerbergs Kehrtwende: iPad-App kommt

Facebook wird in den kommenden Wochen offenbar eine offizielle App für Apples iPad präsentieren. Laut einem Bericht des New-York-Times-Blogs Bits arbeite man bei Facebook bereits seit fast einem Jahr daran. Mark Zuckerberg, der eine App im vergangenen Jahr noch abgelehnt hatte, weil das iPad nur ein normaler Computer, kein mobiles Gerät sei, ist dem Bericht zufolge sehr stark persönlich in die Entwicklung der App involviert. Die Software wird kostenlos sein, ein genauer Starttermin stehe aber noch nicht fest.

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Bits, das "People briefed on Facebook’s plans" als Quelle nennt, berichtet zudem, dass die App ein sehr gut auf das iPad abgestimmtes Design bekomme, Features wie der Chat und die Gruppen-Funktion an das iPad angepasst seien und mit der neuen Generation des Tablets zudem direkt Fotos geschossen und bei Facebook hochgeladen werden könnten.

Facebook-Sprecherin Jaime Schopflin wird von Bits so zitiert, dass man derzeit keine iPad-App anzukündigen habe und sich zu künftigen Produkten nicht äüßern möchte. Ein Dementi klingt anders.

Eine App für das iPad und vielleicht auch andere Tablets wäre ein logischer Schritt für Facebook. Zwar hatte Zuckerberg mit seinen Äußerungen, das iPad sei kein mobiles Gerät durchaus recht, doch die Facebook-Website ist nunmal nicht perfekt mit dem Tablet nutzbar. Die Schriften sind im Vollbild einen Tick zu klein für eine angenehme Bedienung, zudem funktioniert z.B. der Chat mit dem iPad-Safari-Browser nicht.

Die Lücke einer Facebook-iPad-App hatten daher bisher andere Anbieter gefüllt. Friendly und MyPad, die es beide in einer kostenlosen und einer 79-Cent-Variante gibt, dürften die beiden populärsten sein. Ihr Geschäftsmodell wird mit dem Start einer offiziellen Facebook-iPad-App ins Wanken geraten.

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