Zeit stoppt Kachelmann-Werbung bei Bild.de

In der vergangenen Woche veröffentlichte die Zeit ein Interview mit Jörg Kachelmann. Ein Gespräch, worauf die Bild-Zeitung mit Neid geblickt haben muss. Denn in ihrer Freitagsausgabe machte das Boulevard-Blatt groß damit auf: "1. Interview nach Freispruch - Kachelmann rechnet ab". Dem nicht genug, wurden die exklusiven Inhalte der Hamburger Wochenzeitung auch auf Bild.de beworben sowie auf die kostenpflichtige iPad-Ausgabe verwiesen. Die Zeit forderte daraufhin eine Unterlassung ‐ mit Erfolg.

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Auf Bild.de hieß es: "Die ganze Abrechnung lesen Sie heute in Bild – die bekommen Sie entweder gedruckt am Kiosk oder bei iKiosk zum Download." Im Klartext: Bild macht Werbung für seine kostenpflichtige Digital-Ausgabe mit den Inhalten anderer Leute und will mit den von der Zeit erstellten Inhalten Geld verdienen.
Wie eine Zeit-Sprecherin bestätigte, hat Bild Digital eine Unterlassungserklärung abgegeben. Demnach dürfen die Berliner zwar weiterhin aus dem Gespräch zitieren, aber nicht mehr das Interview der Wochenzeitung für ihre Werbezwecke nutzen. Gegen die gedruckte Ausgabe sind die Hamburger nicht juristisch vorgegangen.  
Seit Montag ist das Interview mit dem freigesprochenen Wettermoderator auch online. Darin kündigt er an, gegen alle Leute zivil- und strafrechtlich vorzugehen, die Behauptungen über seine sogenannten Grenzerkundungen und Grenzüberschreitungen geäußert haben.

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