Deutscher Werbemarkt stagnierte im Mai

Die Brutto-Werbeumsätze lagen in den deutschen Medien im Mai nur 0,4% über denen des Vorjahresmonats. Das haben die Forscher von Nielsen Media Research ermittelt. Vor allem Umsatz-Rückgänge im Fernsehen und bei der Plakatwerbung haben die Gesamtzahlen auf dieses niedrige Niveau gedrückt. Die Print-Medien und vor allem das Internet legten im Mai 2011 hingegen deutlicher gegenüber 2010 zu. Auf das Gesamtjahr 2011 gerechnet liegt der Werbemarkt noch 3,9% über dem Vorjahr.

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946 Mio. Euro wurden im Mai brutto mit Fernsehwerbung umgesetzt, im Mai 2010 waren es noch 976 Mio. – ein Minus von rund 3%. In allen fünf Monaten 2011 kommt das TV auf 4,335 Mrd. Euro, hier liegt es noch 0,8% über dem Vorjahr. Dennoch wächst das stärkste Werbemedium der Nielsen-Statistik längst nicht so deutlich wie die anderen Mediengattungen. Lediglich die Zeitungen liegen mit einem Gesamtjahres-Minus von 0,6% noch unter dem Fernsehen.

Deutlichster Gewinner des bisherigen Jahres bleibt hingegen das Internet. Mit einem Brutto-Umsatz-Plus von 26,3% liegt es meilenweit über dem Durchschnitt aller Segmente. Ebenfalls deutlich darüber liegt die Plakatwerbung (+11,5%), sowie das Kino (+8,2%).

(Tabelle: Nielsen)

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen und des Werbedrucks sind sie dennoch.

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