WAZ-Korrespondent Rogge verstorben

Unter noch ungeklärten Umständen ist der Washington-Korrespondent der WAZ, Joachim Rogge, verstorben. Am Dienstag fand die Polizei im US-Staat Pennsylvania die Leiche des 53-Jährigen in einem Waldstück in der Gemeinde Armstrong, rund 80 Kilometer nordöstlich der Stadt Pittsburgh. Anhaltspunkte für ein Verbrechen gibt es laut der Nachrichtenagentur dapd nicht, der Journalist galt seit dem 31. Mai als vermisst. Zuvor hatte es Streit innerhalb der Familie gegeben.

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Wie Rogge in den Wald kam ist noch unbekannt, auch die Hintergründe seines Todes sind ungeklärt. Ein Polizeisprecher wollte nichts zur Todesursache sagen, außer dass es keine Hinweise auf ein Verbrechen gebe.
Acht Jahre lang war Joachim Rogge der Mann für die WAZ in Paris, bevor er die Nachfolge von Markus Günther als Korrespondent in Washington antrat. Der gebürtige Duisburger studierte Germanistik, volontierte bei der WAZ, berichtete zunächst aus Bonn und dann aus Berlin, als die Mauer fiel, begleitete den Untergang der DDR und den Prozess der Wiedervereinigung, ehe er 2001 nach Paris wechselte. Er war verheiratet und hatte zwei Kinder.
In ihrem Nachruf für den Korrespondenten bezeichnet die WAZ Rogge als "Urgestein". Sie lobt seinen Einsatz und seine Leidenschaft: "Als die USA kürzlich den Terroristen Osama bin Laden in Pakistan töteten, rief US-Korrespondent Joachim Rogge seinen Kollegen in Deutschland um fünf Uhr morgens an, um ihn über diese Sensation zu informieren. Für Rogge war klar: Bei einem solchen Ereignis sollte ein Journalist nicht schlafen. Und noch vor sechs Uhr in der Frühe schrieb Rogge die erste Nachrichtenfassung für das Internet der WAZ."

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