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Peter Boudgoust bleibt SWR-Intendant

Der bisherige Intendant des Südwestrundfunks (SWR) bleibt auch weiterhin an der Spitze des Senders. Peter Boudgoust (56) wurde am heutigen Freitag in Mainz für weitere fünf Jahre zum Intendanten des SWR gewählt.

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In der gemeinsamen Sitzung von Rundfunk- und Verwaltungsrat erhielt Boudgoust 66 von 72 Stimmen und ist damit für eine weitere Amtsperiode, beginnend am 1. Mai 2012, wiedergewählt. Als zentrale Ziele für diese zweite Amtszeit nannte Boudgoust, sich verstärkt für einen öffentlich-rechtlichen Jugendkanal zusammen mit dem ZDF einzusetzen, die SWR-Strukturen zu straffen und im SWR Fernsehen einen Experimentierplatz einzurichten.
"Mit unseren Programmen bringen wir Menschen zusammen. Eben nicht mit klebrigen Süßstoff-Lockmitteln, sondern mit relevanten Angeboten zu relevanten Themen. Wir setzen auf Partnerschaft mit unseren Nutzern, geben Halt und Orientierung", so Boudgoust.
Neben einem Rückblick auf die zentralen Themen der laufenden Amtsperiode und auf die Zeit des ARD-Vorsitzes erläuterte Peter Boudgoust den Aufsichtsgremien die Ziele seiner zweiten Amtszeit. Hier treibe ihn vor allem die Sorge um, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine ganze Altersgruppe dem Trash-Fernsehen und den Krawall-Shows der kommerziellen Programmanbieter überlasse. Boudgoust: "Wir müssen mithelfen, dass gerade junge Menschen aus allen Schichten ankommen in dieser Gesellschaft, dass sie sich nicht an falschen Erfolgsmustern orientieren. Deshalb braucht diese Gesellschaft einen öffentlich-rechtlichen Jugendkanal." Der SWR arbeite bereits konkret an dieser Idee. Hörfunkdirektor und Fernsehdirektor hätten gemeinsam ein Entwicklungslabor aufgebaut, das neue Programmideen für Jugendliche in den Digitalkanal EinsPlus und bei DASDING.de einbringe.
Boudgoust: "Wir haben bereits marktreife Produkte, wenn die Entscheidung für einen Jugendkanal gefallen sein wird. Allerdings: Allein wird die ARD das finanziell nicht schaffen. Gemeinsam mit dem ZDF wäre ein Jugendkanal morgen möglich. Hier will ich persönlich zu einem Ergebnis kommen in einer zweiten Amtszeit."

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