Die peinlichsten Facebook-Pannen

Die Hamburger Schülerin Thessa kann davon ein Liedchen singen: Einen Haken bei Facebook nicht gesetzt - und schon stürmen 1500 Partybegeisterte den Stadtteil. Mit dieser Panne ist die 16-Jährige aber nicht allein. Immer wieder sorgen nichts ahnende User für peinliche Momente auf Facebook. Ob der Sohn über die Erfolge der vergangenen Nacht sinniert und dabei vergisst, dass seine Mutter mitliest, oder die Dame sich für die heiße Nacht via Statusmeldung bedankt. Wir haben die größten Pannen zusammengetragen.

Anzeige

Mit dem Chef befreundet: “OH MEIN GOTT, ICH HASSE MEINEN JOB. Mein Boss ist ein perverser Wichser, der mich immer irgendwelchen Scheiss machen lässt. Wichser”, schrieb eine Facebook-Userin. Klar, jeder hat mal einen schlechten Tag. Auf dem Weg zur Arbeit staut sich der Verkehr, der Drucker druckt nicht mehr, und in der Kantine gibt es nur Rohkost. Da scheint Facebook ein probates Mittel, um sich abzureagieren und die Bestätigung seiner Leidensgenossen zu suchen. Man sollte aber nicht vergessen, wenn man seinen Chef zu seinen Kontakten hinzugefügt hat.

Der antwortete nämlich: “Ich glaube, Du hast vergessen, dass Du mich hier geaddet hast, oder? Schmeichel Dir nicht selbst. Außerdem: Du hast hier fünf Monate gearbeitet und nicht mitbekommen, dass ich schwul bin? Ok, ich verhalt mich zwar nicht wie eine Königin im Büro, aber ein Geheimnis ist es nicht. Außerdem: Der “Scheiss”, den Du erledigst, ist dein Job, für den ich Dich bezahle. Aber die Tatsache, dass Du auch die einfachsten Aufgaben vermasselst, lässt Dich wohl zu dem Schluss kommen. Du hast wohl vergessen, dass Du noch zwei Wochen in der Probezeit bist. Du brauchst morgen nicht zu kommen. Die Kündigung schicke ich mit der Post (…) Und: Ja, ich meine es ernst.”

Statusmeldung und Nachricht verwechselt: Tjaja, am Anfang kann Facebook schon recht verwirrend sein. Wen muss ich stupsen? Was ist liken? Und wie trete ich mit anderen Leuten in Kontakt? Fragen über Fragen. Peinlich wird es, wenn man aber die Statusmeldung mit dem Versand einer Nachricht verwechselt. Und richtig peinlich wird es, wenn diese Statusmeldung intime Details enthält: “Danke, Michael. Ich hatte auch eine großartige Zeit. Ich bin froh, dass Dir auch meine andere Muschi gefallen hat 😉

Ich muss gestehen, dass ich schon seit langer Zeit keinen Sex mehr hatte. Von einem so starken Mann bestiegen zu werden, war eine wahre Wohltat nach so vielen Monaten der Abstinenz. Ich hoffe, diese Nachricht erschreckt Dich nicht. (…) Du bist ein gern gesehener Gast in der Liebeshöhle zwischen meinen Schenkeln”, schrieb eine weitere Facebook-Userin. Hämische Kommentare ließen nicht lange auf sich warten. Bis ein Nutzer schrieb: “Klick ins rechte Eck auf ‘Verbergen’…nebenbei: Glückwunsch!”

Mit der Mutter befreundet: Auch in Deutschland erreicht Facebook immer mehr Nutzerschichten. Da bleibt es nicht aus, dass auch unsere Eltern auf Facebook aktiv werden.

Das kann aber auch nach hinten losgehen: “Großartige Nacht gehabt. Die Trockenperiode ist vorbei”, schreibt ein User. Der Mutter gefällt’s.

Falsch gewettet: Nicht selten veröffentlicht man Statusmeldungen auf Facebook, weil man stolz auf seine Leistungen ist. So wie dieser User: “Habe gerade ein rohe Hühnerbrust gegessen. Sieht so aus, als ob mir jemand 20 Dollar schuldet.”
“Alter, Du holst Dir noch Salmonellen (engl.: salmonella), schreibt ein Freund. Doch der stolze Facebooker antwortet: “Alter, ich habe Hühnchen gegessen, nicht Lachs (engl.: salmon).”

Dummer Langfinger: Jüngste Studien belegen, dass Facebook enorm von der Arbeit ablenkt. Daran hätte sich ein Langfinger im US-Bundesstaat West Virginia mal ein Beispiel nehmen sollen. Er entlarvte sich über das Social Network selbst. In ein fremdes Heim eingestiegen, loggte er sich nach dem Coup noch schnell bei Facebook ein. Und vergaß, sich wieder auszuloggen. Die Eigentümer kamen zurück, bemerkten den Einbruch und sahen, dass der Dieb noch mit seinem Namen bei Facebook eingeloggt war. Wie The‘>, spürte die Polizei den Täter wenig später auf.

Thessa ist nicht allein
: Vor einigen Monaten wollte eine 14 Jahre alte Schülerin in der englischen Kleinstadt Harpenden eigentlich nur 15 Freunde einladen. Auch sie vergaß, den Haken bei “privat” zu setzen. So erfuhren ein paar mehr User von der Party: 21.000 Zusagen und Polizeischutz für einen Tag waren die Folge.

Prils Social-Media-Desaster: “Facebook ist in. User-generated Content kommt immer gut”, müssen sich die Entscheider bei der Spülmittelmarke Pril gedacht haben. Prompt war ein Contest ins Leben gerufen. Auf der Facebook Page der Marke Pril hatte man die Fans dazu aufgerufen, mit Hilfe eines kleinen Webtools eine -Flasche zu gestalten, die später auch in den Handel gebracht werden sollte.

Doch bei Henkel  stand man nach einigen Tagen vor einem Problem. Ein User kreierte eine Flasche mit der Aufschrift “Pril – Schmeckt lecker nach Hähnchen”. Der Facebook-Meute gefiel es, und prompt führte die kindlich designte Flasche das Ranking an. In eine ähnliche Falle tappte der Versandhandel Otto, als ein als Frau verkleideter Mann einen Facebook-Model-Wettbewerb gewann.

Flüchtig auf Facebook: Erst verurteilt, dann aus dem Gefängnis geflohen, wochenlang auf der Flucht, aber auf Facebook sehr offenherzig: Der 28-jährige Brite Craig "Lazie" Lynch hielt Ende 2009 die Polizei zum Narren. Über Monate versorgte der Kriminelle seine Fans mit Statusmeldungen. Anfangs waren die noch skeptisch, ob es sich bei dem Schreiber tatsächlich um den Ausbrecher handelte.

Zum Beweis lud er an Weihnachten ein Foto mit einem Truthahn hoch. Doch es half alles nicht: Kurze Zeit später wurde er geschnappt.

Falsch geflirtet: Bei über 600 Millionen Facebook-Usern müsste sich doch auch der ein oder andere Single finden lassen. Das denken zumindest viele liebeshungrige User. So auch im folgenden Fall, bei dem eine Userin angab, nun nicht mehr in einer Beziehung zu sein. “Wooo, zurück auf dem Markt! Heute Abend schon was vor, Lady?

Die Antwort ist bitter: “Ehrlich gesagt wurde mein Freund von einem Auto erfasst und starb. Ich hab den Status geändert, bin aber noch nicht drüber hinweg. Sorry!” Die Antwort eines anderen Users kommt prompt: “Gut gemacht, Arschloch!”

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige