GMX und Web.de als Abo-Dealer

Das E-Mail-Postfach wird zum Werbekasten: Mit seinem neuen FreeReader unternehmen die United-Internet-Töchter Web.de und GMX.de einen weiteren Anlauf über ihre elektronischen Briefkästen ihren Kunden die Produkte der großen Print-Verlage schmackhaft zu machen. Neben über 120 Werbeblättchen bietet das neue Reader-Angebot auch Probe-Abos von vielen Magazinen und Tageszeitungen. Gelingt es den E-Mail-Experten ein E-Paper zu verkaufen, greift ein neues Revenue-Share-Modell zwischen den Verlagen und United Internet.

Anzeige

Das E-Mail-Postfach wird zum Werbekasten: Mit seinem neuen FreeReader unternehmen die United-Internet-Töchter Web.de und GMX.de einen weiteren Anlauf über ihre elektronischen Briefkästen ihren Kunden die Produkte der großen Print-Verlage schmackhaft zu machen. Neben über 120 Werbeblättchen bietet das neue Reader-Angebot auch Probe-Abos von vielen Magazinen und Tageszeitungen. Gelingt es den E-Mail-Experten ein E-Paper zu verkaufen, greift ein neues Revenue-Share-Modell zwischen den Verlagen und United Internet.

So sieht der neue Kiosk im E-Mail-Postfach aus

In ihrer Kommunikation ist jedoch wenig von dem Magazin-Angebot die Rede. Viel mehr scheinen GMX und Web.de der Meinung zu sein, dass viele Webnutzer ein großes Interesse an Online-Werbepostwurfsendungen haben. Immerhin kaufte Springer gerade Kaufda.de. Im brutalsten Marketingdeutsch heißt es in der Pressemitteilung: "Bereits zum Rollout sind die neuesten Prospekte von mehr als 120 Handelsketten verschiedener Branchen, Kataloge von IKEA, Karstadt und Depot sowie zahlreiche Markenartikel-Coupons im FreeReader verfügbar." Weiter heißt es: "Im Bereich der Zeitungen und Zeitschriften präsentiert der FreeReader kontinuierlich wechselnd ausgewählte Digital- und Printpublikationen. Zum Start können z.B. die WELT Kompakt, Connect und Motorsport gratis gelesen werden." Von Probe-Abos kein Wort.

Praktisch sieht der Service jedenfalls so aus, dass die über 30 Millionen Nutzer der Freemail-Anbieter die Möglichkeit haben, eine je nach Titel variierende Anzahl von Testausgaben zu lesen. Die Zeitungen und Zeitschriften gibt es jedoch als komplette Ausgabe.

Auch mit Online-Prospekten will das Angebot punkten

Das neue Angebot ist über einen Extra-Button direkt in das persönliche Postfach integriert. Oder wie es in der Pressemitteilung heißt: "Die moderne Cover-Flow-Optik zum Durchstöbern der Publikationen, unterschiedliche Darstellungsansichten (vom Regal bis hin zur individuellen Kartenansicht) und der neu entwickelte ‚Viewer‘ machen den FreeReader zu einem Lean-Back-Service, der hohen Informationsgehalt mit viel Lesespaß verbindet."

Ob der Masterplan von United Internet aufgeht und die Nutzer den neuen Service entdecken und nutzen, ist eine spannende Frage. Denn der Erfolg von Kaufda.de zeigt, dass es tatsächlich ein Interesse an einer elektronischen Version von Postwurfsendungen gibt.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige