Lead Awards: Die Zeit räumt doppelt ab

Der Henri-Nannen-Preis 2011 geriet zum Debatten-Thema, die heute verliehenen Lead Awards werden unter "ferner liefen" in die Medien-Annalen eingehen. Die zuletzt unter Geldproblemen leidende Veranstaltung kam diesmal superzahm daher und streichelte Sponsoren. So erhielt Holtzbrincks Zeit Ritterschläge in zwei maßgeblichen Kategorien, auch G+J-Titel wurden reich bedacht. Für den Spiegel gab es lediglich eine Cover-Nominierung, die zudem belohnt wurde - Vorlage für erneutes Sponsoring?

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LeadMagazin des Jahres:
Zeit Magazin (Gold)
Vice (Silber)
Monopol (Bronze)
„Das ‚Zeit Magazin’“, so LeadAcademy-Vorsitzender Markus Peichl, „besitzt alles, was guten Magazinjournalismus in seiner ganzen Vielfalt ausmacht: Leute, die Stil, Mut und Fantasie haben. Leute, die schreiben können. Leute, die fotografieren und gute Fotos beurteilen können. Es ist das Heft, das momentan im Magazinjournalismus weit voraus ist.“
Newcomer Magazin des Jahres:
I Like My Style (Gold)
Nido (Gold)
Circus (Bronze)
Beef (Bronze)
„Nido und Beef bedienen Nischen mit spitzen Zielgruppen. Beide orientieren sich am Leser, und nicht am Anzeigenkunden. Die Leidenschaft, die beim Leser da ist, schlägt sich nieder in der Leidenschaft des Magazins für seine Leser“, kommentiert Peichl.

Cover des Jahres:
Spiegel, „Aufhören“ (Gold)
Brand Eins, "Schwerpunkt Logistik" (Silber)
Zeit Magazin, "Mon Dieu! Depardieu!" (Bronze)
„Es braucht für ein gutes Cover den Mut, sich auf das Wesentlichste zu beschränken“, sagt Peichl. „Diese Reduktion ist beim Spiegel-Cover gegeben: ein Foto, ein einziges Wort, ein Ausrufezeichen. Keine Unterzeile, keine erklärenden Texte. Das Cover fängt das ein, was fast ganz Deutschland gedacht hat – mit Ausnahme der Regierungsbank.“
Beitrag des Jahres:
Zeit Magazin, „Typisch jüdisch“ (Gold)
Stern, „Das Beben“ (Silber)
I like my Style, „Remember where you lost it“ (Bronze)
Illustrationsbeitrag des Jahres:
Lodown Artspecial, „Value“ (Gold)
Neon, „Jetzt ist aber Schluss“ (Silber)
AD, „Das Geisterhaus“ (Bronze)
Neon, „Schiefe Bahn“ (Bronze)
Werbekampagne des Jahres:
Diesel, „Be Stupid“, Anomaly (Gold)
Welt am Sonntag, „Ein besonderer Tag verdient eine besondere Zeitung, Oliver Voss (Silber)
Mercedes-Benz, „Meister vs. Meister“, Scholz & Friends (Bronze)
Goolge, „Das Leben ist eine Suche“, Kolle Rebbe (Bronze)
Creativ Leader des Jahres:
Guido Heffels (u.a. für Audi, Blixa)
Visual Leader des Jahres:
Eike König, u. a. New York Magazine (Gold)
Veronika Illmer, Bild und Bild am Sonntag (Silber)
Sarah Illenberger, Neon (Bronze)

Web-Magazin des Jahres:
Zeit Online (Gold)
Vice (Silber)
Freunde von Freunden (Silber)
Webspecial des Jahres:
Zeit.de, „Verräterisches Handy“ (Gold)
Betterplace.de (Silber)
Interviewproject.de (Bronze)
Foto des Jahres:
Joel van Haudt, „Eine fast normale Reise“, Stern (Gold)
Asim Tanveer, „Tsunami in Zeitlupe“, SZ (Silber)
Ila Yelimovich, „Auf Crash-Kurs“, Stern, (Bronze)
Reportagefotografie des Jahres:
Tim Hetherington, „Unter Kriegern“, Stern (Gold)
Craig F. Walker, „Ian Fisher zieht in den Krieg“, Zeit Magazin (Silber)
Mike Brodie, „Freie Bahn“, Dummy (Bronze)
Portraitfotografie des Jahres:
Jonas Unger, "Mon Dieu! Depardieu!", Zeit Magazin (Gold)
A Yin, „In einem Land vor unserer Zeit“, Geo (Silber)
Pouran Esrafity, „Grande Maman“, Monopol (Bronze)
Mood- und Modefotografie des Jahres:
Danko Steiner, „I just want to watch“, 032c (Gold)
Daniel Josefsohn, „Eyestand“, I like my Style (Silber)
Jork Weisman, „Phenomenon“, Achtung (Bronze)
Heji Shin, „The black Objekt“, 032c (Bronze)
Architektur- und Still-Life-Fotografie des Jahres:
Tatortfotos der Amsterdamer Polizei, Dummy (Gold)
Benjamin Lowy, „Ölbilder“, Zeit Magazin (Silber)
Peter Langer, „Stil“, Zeit Magazin (Bronze)

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