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Groupon: Riesen-Verluste vor Börsengang

Es geht wie erwartet Schlag auf Schlag: Nach LinkedIn und Yandex strebt nun auch das Schnäppchen-Portal Groupon an die amerikanischen Aktienmärkte. Das gerade mal zweieinhalb Jahre alte Start-up reichte heute seinen Zulassungsantrag bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Damit verbunden war ein Einblick in die bisherige Geschäftsentwicklung. Nicht nur die Umsätze explodierten, sondern auch die Verluste. Mit dem IPO will Groupon 750 Millionen Dollar einnehmen. Wann und zu welcher Bewertung ist noch unklar.

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Es geht wie erwartet Schlag auf Schlag: Nach LinkedIn und Yandex strebt nun auch das Schnäppchen-Portal Groupon an die amerikanischen Aktienmärkte. Das gerade mal zweieinhalb Jahre alte Start-up reichte heute seinen Zulassungsantrag bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Damit verbunden war ein Einblick in die bisherige Geschäftsentwicklung. Nicht nur die Umsätze explodierten, sondern auch die Verluste. Mit dem IPO will Groupon 750 Millionen Dollar einnehmen. Wann und zu welcher Bewertung ist noch unklar.
Der Preis ist ziemlich heiß: Zwei Wochen nach dem phänomenalen Börsengang von LinkedIn und eine Woche nach der kaum weniger bemerkenswerten Erstnotiz von Yandex schickt sich nun Groupon an, an der Wall Street zu debütieren.

Wie am Abend bekannt wurde, hat das Schnäppchen-Portal heute bei der US-Börsenaufsicht SEC den Zulassungsantrag gestellt. Demnach will das im November 2008 gegründete Start-up bei seinem Börsengang unter Konsortialführung von Morgan Stanley und Goldman Sachs 750 Millionen Dollar erlösen. Wie viel Aktien dafür emittiert werden, welche Bewertung Groupon damit anstrebt und wann das Schnäppchen-Portal an die Börse strebt – alles unklar.
Während das Wall Street Journal über eine Bewertung von bis zu 20 Milliarden Dollar spekuliert, steht zumindest schon das Tickersymbol fest, unter dem Groupon gehandelt wird – es lautet naheliegenderweise "GRPN".

Umsätze wachsen rasant, Verluste aber auch

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Klarheit herrscht dagegen endlich über die Geschäftsentwicklung des aufstrebenden Internet-Unternehmens aus Chicago. Und die überrascht dann gleich doppelt: Im vergangenen Jahr konnte Groupon seine Umsätze um 2241 Prozent auf 713 Millionen Dollar steigern – verlor dabei aber auch 413 Millionen Dollar.

Im ersten Geschäftsquartal 2011 setzte sich die dynamische Entwicklung fort: Zwischen Januar und März erlöste Groupon schon 645 Millionen Dollar – eine Steigerung um beachtliche 1357 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In ähnlich abenteuerlichen Dimensionen stiegen allerdings auch die Verluste an: Satte 103 Millionen Dollar verlor das Schnäppchen-Portal im ersten Quartal 2011 – das ist um 1301 Prozent schlechter als im Vorjahr.
"Das erinnert total an 1999"

Entsprechend unterschiedlich fällt die Einschätzung über Groupons Börsengang aus. "So hohe Verluste? Das Verrückte an diesen Zahlen ist, dass es eigentlich ein hoch profitables Geschäftsmodell sein sollte", wundert sich der E-Commerce-Analyst Sucharita Mulpuru von Forrester Research. "Das erinnert total an 1999", erklärt er gegenüber dem Wall Street Journal in Erinnerung an die grenzenlose Internet-Euphorie um die Jahrtausendwende.
Der Vermögensverwalter Ryan Jacob sieht darin kein Problem. "Ich glaube, Anleger werden an dem Börsengang Gefallen finden", erklärt der Fondsmanager des Jacob Internet Fonds gegenüber Reuters. "Ob die Bewertung gerechtfertigt ist oder nicht, ist noch eine andere Frage."

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