Microsoft verdient gut an Android mit

Kennen Sie jemanden, der Windows Phone 7 nutzt? Wohl kaum. Auch wenn Windows noch auf den Heimrechnern dominiert, teilen Google und Apple den Smartphone-Markt unter sich auf. Kein Grund zur Panik, mag man wohl in der Konzernzentrale in Redmond denken. Denn offenbar braucht Microsoft Windows Phone 7 nicht, um auf dem Smartphonemarkt Kasse zu machen. Der Softwareriese verdient schon genug bei Android mit. Dank unzähliger Patente wird der Konzern an jedem Android-Smartphone beteiligt.

Anzeige

Kennen Sie jemanden, der Windows Phone 7 nutzt? Wohl kaum. Auch wenn Windows noch auf den Heimrechnern dominiert, teilen Google und Apple den Smartphone-Markt unter sich auf. Kein Grund zur Panik, mag man wohl in der Konzernzentrale in Redmond denken. Denn offenbar braucht Microsoft Windows Phone 7 nicht, um auf dem Smartphonemarkt Kasse zu machen. Der Softwareriese verdient schon genug bei Android mit. Dank unzähliger Patente wird der Konzern an jedem Android-Smartphone beteiligt.

Immerhin 5 US-Dollar muss HTC demnach mit jedem verkauften Androiden an Microsoft zahlen, verrät Analyst Walter Pritchard dem Business Insider. Dass ein Abkommen zwischen dem Smartphone-Hersteller und Microsoft besteht, war schon seit Anfang 2010 klar.

Unklar war allerdings, wie gut sich Microsoft seine Patente bezahlen lässt. Jetzt ist bekannt: Pro Android-Lizenz, also pro verkauftem Gerät, werden fünf Dollar fällig. Im Gegenzug erklärt sich Microsoft offenbar gnädig, auf weitere Patentklagen zu verzichten. Zum Hintergrund: Offenbar verstößt Google mit Android gegen etliche Microsoft-Patente. Pritchard erklärt weiter, dass andere Smartphone-Hersteller bis zu 12,50 US-Dollar je Android-Lizenz an Microsoft überweisen müssten.

Bedenkt man, dass HTC 30 Millionen Geräte verkauft hat, hat Microsoft daran 150 Millionen verdient. Selbst verkaufte man “nur” rund zwei Millionen Geräte für rund 30 Millionen Dollar. Kurzum: Der Redmonder Riese verdient fünfmal mehr mit Googles Android als mit seinem eigenen System.

Google muss wohl auch weiterhin in den sauren Apfel beißen. Offenbar hat der Suchmaschinenriese keine starke Stellung in diesem Segment, so Pritchard. Es fehle hierfür an eigenen Patenten. So scheint der Einsatz von Android für Hersteller nicht so kostengünstig zu sein, wie ursprünglich gedacht. Nachdem HTC nun aufgegeben hat, dürften auch weitere Urteile zu Microsofts Gunsten gefällt werden.

Allerdings ist fraglich, ob Microsoft mit dieser Taktik mehr Marktanteile gewinnen kann. Denn immerhin befindet sich Android hinter Apples iOS auf einem guten zweiten Platz. Mit rund 294.000 Apps im Angebot und rund drei Milliarden Downloads. Zum Vergleich: Heute gab Microsoft bekannt, dass 20.000 Apps im Windows Phone 7 Marketplace erhältlich sind.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige