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Portal macht Werk von Althen zugänglich

Online-Gedenkstätte: Vor rund zwei Wochen starb mit Michael Althen Deutschlands wohl bester Filmkritiker nach einer heftigen und kurzen Krebserkrankung. Zum Tod seines Freundes schrieb damals der FAS-Feuilleton-Chef Claudius Seidl, "dass uns seine Texte bleiben, ist nur ein schwacher Trost". Dafür, dass wenigstens die Arbeiten des Journalisten und Filmemachers erhalten bleibt, sorgt Seidl nun zusammen mit anderen Althen-Freunden wie dem Regisseur Tom Tykwer. Sie tragen online alle Texte des Kritikers zusammen.

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Online-Gedenkstätte: Vor rund zwei Wochen starb mit Michael Althen Deutschlands wohl bester Filmkritiker nach einer heftigen und kurzen Krebserkrankung. Zum Tod seines Freundes schrieb damals der FAS-Feuilleton-Chef Claudius Seidl, "dass uns seine Texte bleiben, ist nur ein schwacher Trost". Dafür, dass wenigstens die Arbeiten des Journalisten und Filmemachers erhalten bleibt, sorgt Seidl nun zusammen mit anderen Althen-Freunden wie dem Regisseur Tom Tykwer. Sie tragen online alle Texte des Kritikers zusammen.

www.michaelalthen.de

Noch befindet sich das Online-Archiv im Aufbau und enthält noch lange nicht alle Texte des Berliners. Aber bereits die vorhandenen Kritiken, Interviews und Artikel zeigen, welch großer Kino-Liebhaber Althen war. "Seine äußerst profunde, engagierte und zugleich zärtliche Form der Auseinandersetzung mit dem Medium Film hat eine ganze Generation von Cineasten beeinflusst und machte ihn zu einem der einflussreichsten und meistgelesenen Filmkritiker Deutschlands", schreibt Tykwer in seinem Einleitungstext auf der Webseite.

Herzstück des neuen Portals sind bislang zweifellos die Kategorien Filme A bis Z und Portraits. In alphabetischer Reihenfolge soll das Film-Ressort bald alle Kritiken des Cineasten umfassen. Damit entstünde ein wunderbares Nachschlagewerk, dessen Studium vor jedem Videotheken-Besuch lohnt.

Die Seite soll schon bald noch viel mehr beimhalten als nur Filmkritiken. Tykwer verspricht auch die Veröffentlichung von Althens "knapper wie virtuosen Fotoanalysen, seine eindringlichen Begegnungen mit Bildender Kunst und seine späte Wiederentdeckung des zeitgenössischen Theaters". Zusammengenommen "ergänzen sich in dieser umfassenden Sammlung seines Werks zu einer faszinierenden Fundgrube für jeden, der sich auf eine intime und einzigartige Reise in die Kulturgeschichte des letzten halben Jahrhunderts begeben möchte".

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