Lady Gaga: Amazons neuer 99-Cent-Anlauf

Anfang der Woche hatte Amazon das neue Album von Lady Gaga "Born this way" für einen Tag zum Spottpreis von 99 Cent im Angebot. Der Ansturm war so riesig, dass die Server in die Knie gingen und zeitweise nicht erreichbar waren. Craig Pape, Director of Music bei Amazon, sagte gegenüber Techcrunch, dass man mit diesem Zuspruch nicht gerechnet habe nun aber dafür bereit sei. Der Online-Händler hat seine Serverkapazitäten nun aufgerüstet und ist mit seit Donnerstag wieder mit dem Gaga-Angebot online.

Anzeige

Amazon will mit der Aktion seinen Musik-Dienst Cloud Player promoten. Dabei bietet der Online-Händler an, Musikdateien auf seinen Servern zu lagern, die dann aus dem Internet oder von Android-Geräten aus angehört werden können. Fünf Gigabyte gibt es grundsätzlich gratis. Wer einmal bei Amazon ein digitales Album kauft, bekommt den Speicherplatz auf 20 Gigabyte aufgestockt. Das ganze ist dann für ein Jahr gratis, danach will Amazon 20 Dollar pro Jahr für den 20-Gig-Musik-Speicher in der Datenwolke.
Erst kürzlich hat Google einen ähnlichen Dienst namens Google Music Beta vorgestellt, der bisher aber nur auf Einladung zugänglich ist. Google bietet an, 20.000 Lieder in der Cloud zu speichern – egal wie groß. Apple, mit iTunes der Digital-Musikhändler Nummer 1, bereitet laut Branchenspekulationen ebenfalls den Start eines Musikdienstes in der Datenwolke vor.
Die Billigpreis-Aktion von Amazon zum Start des neuen Albums von Lady Gaga ist also der Versuch, Marktanteile in der Cloud zu sichern, bevor Apple ins Spiel kommt. Der Cloud Dienst von Amazon ist für deutsche Kunden übrigens noch nicht erhältlich – ebensowenig wie das rabattierte Gaga-Album. Bei Amazon Deutschland zahlt man derzeit für die Digital-Version von “Born this way” 6,89 Euro, bei iTunes 10,99 Euro.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige