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Yandex: „Russisches Google“ mit Börsen-Traumstart

Die Internet-Euphorie an der Wall Street ist kaum zu stoppen: Fünf Tage nach LinkedIn debütierte die russische Suchmaschine Yandex an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq. Und wie! Mit mehr als 55 Prozent über dem bereits angehobenen Ausgabepreis beendete "das russische Google" den ersten Handelstag. Damit gelang Yandex nicht nur der erfolgreichste Internet-Börsengang seit Google – der Suchmaschinen-Champion ist zugleich mit 11 Milliarden Dollar das wertvollste Online-Unternehmen Europas.

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Die Internet-Euphorie an der WallStreet ist kaum zu stoppen: Fünf Tage nach LinkedIn debütierte die russische Suchmaschine Yandex an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq. Und wie! Mit mehr als 55 Prozent über dem bereits angehobenen Ausgabepreis beendete „das russische Google“ den ersten Handelstag. Damit gelang Yandex nicht nur der erfolgreichste Internet-Börsengang seit Google – der Suchmaschinen-Champion ist zugleich mit 11 Milliarden Dollar das wertvollste Online-Unternehmen Europas.

Es sind nicht weniger als historische Mai-Tage: Binnen nicht einmal einer Woche streben zwei Internet-Unternehmen an die Börse und überbieten sich beim wertvollsten Initial Public Offering (IPO) seit Google 2004 – erst LinkedIn, nun Yandex.

Um mehr als 90 Prozent sprangen die Anteilsscheine von LinkedIn am ersten Handelstag in die Höhe, stolze 55 Prozent zogen nun auch die Aktien von Yandex in den ersten sechseinhalb Handelsstunden an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq an. Die russische Suchmaschine, die unter dem Tickersymbol YNDX gehandelt wird, schloss bei 38,84 Dollar, nachdem das Papier bei 25 Dollar ausgegeben waren.

Mit 2010er KGV von 80 an den Markt

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Unterm Strich gesehen fällt das Wall Street-Debüt des „russischen Googles“ damit fast noch beachtlicher aus als das von LinkedIn: Yandex, das nur im osteuropäischen Raum operiert, mit 65 Prozent der Marktanteile das russische Riesenreich aber klar dominiert, ist aus dem Stand damit schon 11 Milliarden Dollar wert. In anderen Worten: so viel wie kein anderer europäischer Internetkonzern, wenn man denn Russland vollends zu Europa zählen möchte. 1,3 Milliarden Dollar flossen allein in die Kassen des Konzerns.

Entsprechend üppig sind die Aufschläge, die Anleger bereits für Yandex-Aktien bezahlen müssen. Auf Basis des Schlusskurses wird Yandex mit 11 Milliarden Dollar – und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 80 bewertet – allerdings auf Basis der Gewinne vom vergangenen Jahr, als Yandex 137 Millionen Dollar bei Umsätzen von 439 Millionen verdiente. Die russische Suchmaschine kommt damit auf das stolze Kurs-Umsatz-Verhältnis von 25, wird aber immer noch um Längen von LinkedIn geschlagen, das mit einem enormen KUV von 36 bewertet wird.

Staatliche Bewertung ab Tag eins an der Wall Street

„Die Bewertung sieht nicht völlig lächerlich aus“, findet etwa der „Alley Insider“, „wenn man berücksichtigt, dass sich die Gewinne in 2011 vermutlich verdoppeln.“ „Der Handelsstart war zumindest halbwegs realistisch“, will dann auch Scott Sweet von der IPO Boutique die viel zitierte Blasenbildung nicht überstrapazieren.
Trotzalledem: Im Vergleich zur Konkurrenz erscheint Yandex bereits von Tag eins an der Wall Street an ziemlich stattlich bewertet. Google kommt in diesen Tagen auf ein KGV von weniger als 20, für den nationalen Dot.com-Mitkonkurrenten Mail.ru, der auf soziale Netzwerke spezialisiert ist, bewilligen Anleger nicht mehr als ein KGV von 50.

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