Groth neuer CR der Schwäbischen Zeitung

Die Schwäbische Zeitung hat einen Nachfolger für den scheidenden Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke gefunden. Wie MEEDIA aus sicherer Quelle erfuhr, wird der ehemalige WAZ-Vize Hendrik Groth, 50, den Posten in Leutkirch übernehmen. Der Führungswechsel dürfte zeitnah vonstatten gehen: Geisenhanslüke wird bereits bei der Neuen Osnabrücker Zeitung erwartet, Groth ist nach einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt in Südamerika als Freiberufler beratend tätig.

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Geisenhanslüke hatte die Schwäbische Zeitung seit 2008 als Chefredakteur verantwortet. Das Blatt ist die größte Abonnement-Zeitung Baden-Württembergs. Groth, in Duisburg geboren und Vater von zwei Kindern, ist promovierter Politikwissenschaftler mit Studienstationen in Bonn, Genf und Hamburg. Neben redaktioneller Tätigkeit für die dpa, Süddeutsche Zeitung und Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) arbeitete Groth zwischenzeitlich auch als Journalistik-Dozent.

Die Schwäbische Zeitung gehört wie einige andere Regionalzeitungen aus dem Süden Deutschlands zu den Blättern, bei denen die Auflagenkrise noch nicht so dramatisch angekommen ist. In den beiden wichtigsten Auflagenkategorien Abos und Einzelverkauf verlor sie laut IVW in zehn Jahren nur verhaltene 11,8%. Im vergangenen Jahr ging es mit etwas mehr Tempo nach unten: 2,9% büßte die Zeitung im Gesamtverkauf ein und gehörte damit zu den größeren Verlierern im Süden. Im ersten Quartal 2011 verkaufte das Blatt sich montags bis samstags 174.981 mal.

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