Burdas Freundin streitet mit 11 Freundinnen

Zickenkrieg: Burdas Freundin hat am Dienstag vor dem Landgericht München gegen den 11 Freunde-Beileger 11 Freundinnen geklagt. Das Fußballfan-Magazin gibt es seit September 2009 und soll Stimmung für die diesjährige Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland machen. Laut Süddeutsche ärgert sich das Burda-Magazin aber nicht über den Namen des Heftes, sondern weil die Macher auch Markenrechte im Bereich der Frauenzeitschriften anmeldeten. Sie verlangten daraufhin eine Unterlassungserklärung.

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Das Gericht machte zwar darauf aufmerksam, dass eine "unmittelbare Verwechslungsgefahr" bestehe. Der Namensgebung nach könne man darauf schließen, dass 11 Freundinnen ein Ableger des Burda-Magazins sei oder mit ihm kooperiere. Dennoch sei der Markenstreit wirtschaftlich unsinnig, wenn man sich lediglich als Special-Interest-Zeitschrift an ein ausgesuchtes Publikum – wie im Fall der 11 Freundinnen an die Fans des Frauenfußballs – richte, so die Vorsitzende Richterin. Der Burda-Anwalt entgegnete dem, dass man heute nicht wisse, wie sich der Markt in fünf oder zehn Jahren entwickle. Das Urteil wird für den 14. Juni erwartet – knapp zwei Wochen vor Beginn der WM.
In diesem Zusammenhang sei zu erwähnen, dass Gruner + Jahr nach Erwerb von 11 Freunde im Juni 2010 den Titel dem Verlagsbereich Frauen/Familie/People unterordnete. Seitdem hält Geschäftsführer Matthias Hörstmann 33,3 Prozent  und Chefredakteur Phillipp Köster 15,7 Prozent. Gemeinsam mit Köster leitet Gala-Manager Nils Oberschelp den Berliner Verlag.
Am Donnerstag erscheint das 11 Freundinnen WM-Sonderheft im Bundle mit der 115. Ausgabe von 11 Freunde, in der 16 Teams auf je einer Doppelseite inklusive Taktikcheck mit Ex-Bundestrainerin Tina Theune vorgestellt werden. Dazu gibt es Tipps und Infos zu allen Stadien, Public Viewing, Kneipen, und Kultur der WM-Städte.

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