Topdeals soll Groupon Konkurrenz machen

Mit großem Tamtam ist heute das neue Projekt der Web-Manager Jens Kunath und Dirk Ströer online gegangen. Die beiden Gründer bringen einen Mix aus Groupon und Ebay an den Start: Auf Topdeals.de werden täglich Coupons ab einem Euro versteigert. Mit Hilfe eines Werbebudgets von 30 Millionen Euro wollen sie Topdeals noch in diesem Jahr zum größten Gutscheinportal seiner Art machen, sagte Ströer der FAZ. Doch mit ihrer vorherigen Plattform Rabattschlacht.de sind die beiden grandios gescheitert.

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Bei Rabattschlacht.de wurden Produkte angeboten, bei denen der Preis im Sekundentakt fiel: Die User senkten durch ihre Teilnahme an einer Rabattschlacht den Preis so lange, bis jemand das Produkt zum aktuell angezeigten Preis kaufte. Die Teilnahme an einer Rabattschlacht kostete ab 80 Cent pro Minute. Mit diesem Beitrag wurde der aktuelle Produktpreis um 50 Cent gesenkt. Je mehr Teilnehmer sich in einer Rabattschlacht befanden, umso schneller fiel also der Preis.
Bei dem neuen Projekt Topdeals.de gibt es wie beim Coupondienst Groupon Rabatte auf Produkte und Dienstleitungen; aber ohne Festpreise und Mindestvolumen. Nach eigenen Angaben sollen täglich hunderte Reise- und Freizeitgutscheine verkauft werden. Das Bieten ist kostenlos. Wie Faz.net berichtet, sollen mehr als 30 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren investiert werden und 200 neue Arbeitsplätze entstehen. Im Jahr 2013 soll das Unternehmen dann erstmals profitabel sein.
Topdeals startet mit rund 150 Gutschein-Auktionen. Bekannte Partner wie weg.de und Jochen Schweizer sind bereits mit an Bord. Startpreis aller Auktionen ist ein Euro, der Angebotszeitraum variiert zwischen einer Minute und 24 Stunden. Möglich werden die Preise, weil Hotels, Reiseveranstalter und andere Dienstleister über Topdeals.de ihre unverkauften Restkontingente veräußern.
Jens Kunath und Dirk Ströer sind äußerst erfahrene Online-Unternehmer. Mit ihrer aha.de GmbH betreiben sie rund ein Dutzend Web-Projekte. Ströer ist zudem Geschäftsführer der Ströer Aussenwerbung GmbH & Co. KG, einem der größten Anbieter seiner Branche.
Kunath hielt Anteile an Plattformen wie Shoppero.com, Quizionaer.com, Bonus.net oder DVD-leihen.de, wegen derer er laut dem Blog Blofkap bereits mit der Staatsanwaltschaft zu tun hatte. Zudem haftet ihm das Image eines "Dialer-King" an und seinem Portal ForHer.de wird vom Blogger Tobias Hieb nachgesagt, künstlich die Mitgliederzahlen zu pushen.
Um mit Topdeals.de eine möglichst hohe Reichweite zu erreichen, wollen die Manager nicht nur auf Werbung setzen, sondern auch auf die sechs Millionen E-Mail-Adressen zurückgreifen, die der aha.de GmbH bereits vorliegen. Bis Jahresende will das Unternehmen auf diese Art eine Million Nutzer für sich gewinnen, heißt es bei Faz.net. So machen sich dann auch die vielen eingestellten Plattformen bezahlt – als Lieferanten von Kontaktdaten.

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