Aldi Nord zieht sich aus Zeitungen zurück

Von Aldi Süd bisher getestet, ändert nun auch Aldi Nord seine Werbestrategie: Nach Kontakter-Informationen will sich der Discounter aus einzelnen Tageszeitungen, vor allem im Osten Deutschlands, zurückziehen. Dies hätte Anzeigenverluste in Höhe von mehreren Millionen Euro zur Folge. Einer der betroffenen Titel ist die Leipziger Volkszeitung, die zur Mediengruppe Madsack gehört. Ihr allein drohen Verluste von mehr als einer Million Euro.

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Nachdem Aldi Süd seine Anzeigenschaltung vor gut einem Jahr in vielen Zeitungen Baden-Württembergs, darunter Südkurier, Stuttgarter Zeitung und Schwarzwälder Bote, stoppte, weitete der Konzern aus Mülheim seinen Rückzug aus der Presse im April aus. Die Lebensmittel Zeitung berichtete, dass der Dicsounter im Großraum München und dem Rhein-Main-Gebiet in Tageszeitungen auf Werbung verzichtet, darunter die Frankfurter Rundschau und die Rhein-Main-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Die Meldung von dem Rückzug aus der Printwerbung hatte für Verunsicherung in der Verlagsbranche gesorgt. Was bei Aldi entschieden werde, habe Signalwirkung für einen ganzen Markt, sagte ein Manager damals gegenüber der Lebensmittel Zeitung.
Aldi will mit dem Rückzug Alternativen zur Werbung erproben, weil die Tageszeitungen aufgrund des Verlustes an Auflage und Leserschaft offenbar nicht mehr die attraktivste Werbefläche bieten. Möglich ist dabei die Verlagerung der Reklame nur auf ein Prospekt, das Tageszeitungen oder kostenlosen Anzeigenblättern beigelegt oder direkt an die Haushalte verteilt wird. Dies hatte der Discounter bereits in den Regionen Oberhausen, Bottrop und Duisburg erprobt. "Es geht Aldi darum, möglichst viele Haushalte zu erreichen. Das ist eindeutig keine Sparmaßnahme. Es wird eher etwas teurer", kommentierte ein Experte für Handelswerbung.
Laut Kontakter gilt Aldi als einer der größten Anzeigenkunden in Deutschland, der fast 400 Millionen Euro im Jahr in Werbung investiert.

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