BR-Intendant Wilhelm: Verständnis für Verleger

Der amtierende BR-Intendant Ulrich Wilhelm kann das Argwöhnen der Verleger in Bezug auf die Internet-Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender verstehen. „Wichtig ist, dass alle ihre Funktionen behalten können. Ohne die Verbreitung durch Fernsehen und Radio hätte eine investigative Enthüllung im Print keine so große Kraft“, sagte er im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

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Man befinde sich mit den Verlegern im Gespräch, um über die Angebote von ARD und ZDF zu beraten. „Es wäre nicht angemessen, eine elektronische Zeitung zu machen, die identisch ist mit den Online-Angeboten großer überregionaler Zeitungen“, sagte Wilhelm.
Die Frage, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk zwei Vollprogramme und neun regionale bräuchte, bejahte er im Hinblick auf die Qualität der Berichterstattung, die seit Jahrzehnten sehr hoch sei. „Man würde einen hohen Preis zahlen, würde man nach dem Motto handeln: weniger tut’s auch. Vielfalt und Pluralismus braucht einen lebendigen Resonanzboden, übrigens auch bei den Qualitätszeitungen. Wenn eine Säule der Medien bricht, leidet das gesamte Angebot. Deshalb müssen wir auch unseren Beitrag leisten, die Qualitätszeitungen in Deutschland zu stützen.“

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