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Lars von Trier, der „Nazi“ von Cannes

Der dänische Regisseur Lars von Trier hat am Mittwoch in Cannes für Entsetzen unter der versammelten Presse gesorgt: Er verstehe Adolf Hitler, halte Israel für eine Plage - und plane außerdem einen Pornofilm mit Kirsten Dunst, sagte er nach der Premiere seines neuen Kinofilms "Melancholia". Alles nur ein typischer Trier-Scherz? Auf amerikanischem Boden hätte das das Ende seiner Karriere bedeutet, mehren sich die kritischen Stimmen aus den USA. Nicht unwichtig, zumal der US-Filmmarkt entscheidend ist.

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Bei einer Pressekonferenz befragt zu seinen deutschen Wurzeln setzte der Filmemacher zu einem bizarren Monolog an, der in dem Satz gipfelte: „Okay, ich bin ein Nazi." Befragt zu früheren Äußerungen über Nazi-Ästhetik sagte er: "Natürlich, er (Hitler, Anm.) hat falsche Dinge getan, aber ich kann ihn auch sehen, wie er da am Ende in seinem Bunker hockt. Ich glaube, ich verstehe den Mann. Er ist nicht unbedingt das, was man einen guten Kerl nennt. Aber ich verstehe vieles an ihm."
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Als wäre das noch nicht genug Provokation, frotzelt das ewige Enfant terrible auch noch gegen Israel: "Ich bin nicht für den Zweiten Weltkrieg, und ich bin nicht gegen Juden. Ich bin sogar sehr für die Juden. Oder nein, so doll auch wieder nicht. Schließlich geht einem Israel auf die Nerven."

Hollywood-Schauspielerin Kirsten Dunst, die die Hauptrolle in "Melancholia" spielt, zeigte sich sichtlich geschockt: Mit offenem Mund starrt sie den Regisseur Lars von Trier, der neben ihr bei der Pressekonferenz sitzt, an. Sie glaubt, ihren Ohren nicht zu trauen.
Der Regisseur entschuldige sich aufrichtig für seine Äußerungen, hieß es später in einer Presseerklärung. Die entsprechenden Äußerungen ließ die Festivalleitung auf der Webseite nachträglich löschen.

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