Vorbild Facebook: Xing vor Relaunch

Es mutet reichlich skurril an: Das einzige deutsche Social Network, das nicht unter Facebook leidet, ist Xing. Am 6. Juni baut nun die Business-Plattform ihr Design um und hat sich dabei kräftig vom US-Network inspirieren lassen. Das zentrale Element im neuem Xing-Layout ist dann, wie bei Facebook, der Livestream. Die Logik hinter dem scheinbaren Widerspruch: Xing will auch für Neumitglieder intuitiv bedienbar bleiben, und das Facebook-Layout hat sich dabei als globale Optik-Blaupause etabliert.

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Es mutet reichlich skurril an: Das einzige deutsche Social Network, das nicht unter Facebook leidet, ist Xing. Am 6. Juni baut nun die Business-Plattform ihr Design um und hat sich dabei kräftig vom US-Network inspirieren lassen. Das zentrale Element im neuem Xing-Layout ist dann, wie bei Facebook, der Livestream. Die Logik hinter dem scheinbaren Widerspruch: Xing will auch für Neumitglieder intuitiv bedienbar bleiben, und das Facebook-Layout hat sich dabei als globale Optik-Blaupause etabliert.

In sich sind die Xing-Schlussfolgerungen absolut schlüssig. Denn sie beachten die beiden für den Relaunch entscheidenden Punkte. Erstens: Im ersten Quartal 2011 stieg die Zahl der Xing-Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz um 215.000 auf rund 4,7 Millionen. Das ist – nach Unternehmensangaben – die größte Steigerung seit acht Quartalen. Diese Neumitglieder gehören aber nicht mehr der Gruppe der Early Adopter an. Heißt: Sie haben die Logik von Web 2.0-Diensten nicht seit Jahren verinnerlicht. Diese Menschen verstehen unter intuitiver Bedienung etwas anderes als die Xing-Nutzer, die vor vier Jahren bereits ihr Profil anlegten. Für diese so Internet-affine Zielgruppe musste das Angebot der Business-Plattform tatsächlich einmal kräftig aufgeräumt werden.

So sieht das neue Xing-Layout ab den 6. Juni aus
Der zweite Punkt hat auch viel mit Ordnung zu tun. Denn seit dem Start der Plattform im Jahr 2003 erweiterten die Hamburg ständig das Angebot. Alle neuen Features wurden einfach in den bestehenden Dienst integriert. Oftmals einfach da, wo noch Platz war. Auch deshalb war es an der Zeit, das Layout zu entschlacken und zu straffen. Die bisherigen Überarbeitungen der Seite wirken gegen den neuen Komplett-Umbau eher wie kosmetische Korrekturen. 
Auf der neuen Seite befinden sich nun alle Featuers unter fünf Überpunkten in einer horizontalen Navigation angeordnet. Alle diese Rubriken haben als zentrales Element nun einen Facebook-inspirierten Livestream. Am linken Rand der Xing-Seite wurden zudem als feste Buttons die wichtigsten Grundfunktionen des Netzwerkes wie die Mailfunktion oder die Kontakte-Übersicht platziert.
Der geplante Effekt dieser Änderungen ist, dass egal wo sich die Nutzer auf der Plattform bewegen sie immer und überall wissen sollen, wo sie sich befinden und was sie dort als nächstes tun können.
Ein weiterer wichtiger Punkt in der Layout-Entwicklung war eine möglichst hohe Mobil-Kompatibilität. In den vergangenen Monaten nahmen die Smartphone-Zugriffe derart rasant zu, dass der gesamte Relaunch auch von der Notwendigkeit getrieben war, die neuen und kommenden Anforderungen, die mobile Nutzer an eine Seite haben, zu befriedigen. Denn schließlich wollen die Hamburger trotz Facebook noch lange kräftig weiter wachsen. 

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