Anzeige

Gebt Anke eine Show, die sie verdient!

Der Eurovision Song Contest in Düsseldorf war ein großer Erfolg für die Organisatoren. Auch Lena hat einen souveränen Auftritt hingelegt und einen respektablen zehnten Platz erreicht. Der Star des Abends aus Medien-Sicht war aber Moderatorin Anke Engelke. Ihre Co-Moderatoren Judith Rakers und Stefan Raab haben ihre Sache gut gemacht, Anke Engelke aber konnte zeigen, das viel mehr in ihr steckt, als sie bisher zeigen konnte. Höchste Zeit, dass diese Frau endlich ein Format bekommt, das ihr gerecht wird.

Anzeige
Der Eurovision Song Contest in Düsseldorf war ein großer Erfolg für die Organisatoren. Auch Lena hat einen souveränen Auftritt hingelegt und einen respektablen zehnten Platz erreicht. Der Star des Abends aus Medien-Sicht war aber Moderatorin Anke Engelke. Ihre Co-Moderatoren Judith Rakers und Stefan Raab haben ihre Sache gut gemacht, Anke Engelke aber konnte zeigen, das viel mehr in ihr steckt, als sie bisher zeigen konnte. Höchste Zeit, dass diese Frau endlich ein Format bekommt, das ihr gerecht wird.

Nach den Halbfinal-Shows und dem technisch auf höchstem Niveau produzierten Finale des Eurovision Song Contests bleibt nicht zuletzt Anke Engelkes charmante, witzige und souveräne Art der Moderation im Gedächtnis. Sie schaffte eine wohl temperierte Balance zwischen witzigen Späßen und seriöser Präsentation, wie sie im deutschen TV ihresgleichen sucht. Fast möchte man sie sofort dem ZDF als potenzielle Nachfolgerin für den scheidenden Thomas Gottschalk bei “Wetten dass..?” vorschlagen.

Aber das wäre wahrscheinlich wieder zu kurz gesprungen. Manche erinnern sich vielleicht noch mit Schaudern an den Versuch des früheren Sat.1-Chefs Roger Schawinski, Anke Engelke als Nachfolgerin von Harald Schmidt mit einer Late-Night-Show zu etablieren (“Anke Late Night”). Der Versuch scheiterte sowohl inhaltlich als auch quotentechnisch. Seither macht Engelke im Fernsehen vor allem das, was sie meint am besten zu können: Parodien. In ihrer Sketch-Reiche “Ladykracher”, als kongeniale Partnerin von Olli Dittrich in der Improvisationsreihe “Blind Date” oder, wie gerade eben wieder, zusammen mit Bastian Pastewka in der Rolle der Volksmusikantin Anneliese.

Und es stimmt auch: Anke Engelke ist eine begnadete Parodistin. Aber sie hat weitere Talente, zum Beispiel ein musikalisches. Sie tritt unter anderem zusammen mit ihrer Schwester sporadisch mit einer eigenen Soulband auf. Sie synchronisierte diverse Zeichentrickfiguren, wie den Fisch Dorie in “Findet Nemo” und seit 2007 auch Marge Simpson in der Kult-Reihe “Die Simpsons” als Nachfolgerin der verstorbenen Elisabeth Volkmann.

Seit diesem Wochenende wissen wir aber, dass sie etwas anderes sogar noch besser kann: nämlich große Galas moderieren. Bei den Halbfinals und vor allem der Finalshow zeigte sie ein Moderationstalent von internationalem Niveau. Vor dem ganzen Bombast der Eurovisions-Inszenierung nicht unterzugehen, sondern sie im Gegenteil teilweise zu dominieren – das ist eine große Leistung. Was für eine Verschwendung von Talent, dass es noch keinem TV-Sender gelungen ist, dieser Frau eine große Show zu geben, die zu ihr passt. Vielleicht ist das aber auch gar nicht so einfach. Eine Late-Night-Show wird es wohl nicht sein – das hatten wir ja bereits. Einen betagten Dampfer wie “Wetten dass..?” möchte man ihr auch nicht unbedingt zumuten. Obwohl – mit einem neuen Konzept könnte das vielleicht sogar funktionieren. Aber warum nicht eine Show mit Musik und Comedy…  Seit dem Eurovision Song Contest in Düsseldorf wissen wir jedenfalls, dass Anke Engelke und die große Bühne zusammengehören. Es wäre schade, wenn sie nicht auch zusammen fänden.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige