DJV kritisiert Bezahlung der Springer-Schüler

Der DJV kritisiert vor dem Hintergrund des überaus positiven Quartalsergebnis der Axel Springer AG die Entlohnung der eigenen Journalistenschüler. Sie seien voll in die Blattproduktion integriert, würden dafür aber unter Tarif bezahlt.

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Die Axel Springer Akademie zahlt 1200 Euro monatlich an ihre Journalistenschüler. Der Tarifvertrag für Volontäre würde aber bis zu 2000 Euro für Fortgeschrittene vorsehen. "Vor dem Hintergrund des Rekordgewinns von Springer ist eine untertarifliche Bezahlung inakzeptabel", sagt ein DJV-Vertreter gegenüber dem Spiegel.

Springer führt an, dass man mit der Vergütung "weit über dem Durchschnitt anderer Journalistenschulen" liege. Allerdings sind Schüler der Henri-Nannen-Schule längst nicht so involviert in die Blattproduktion. Unter anderem für ein halbes Jahr bei der Welt kompakt. Vor diesem Hintergrund spricht der DJV von "billigen Arbeitskräften".

Marc Thomas Spahl, Direkor der Axel Springer Akademie: "Die Axel Springer Akademie ist eine Journalistenschule, die Ausbildung bietet enorm viel mehr als ein normales Volontariat. Was unsere Investitionen betrifft, so ist die technische Ausstattung unserer Journalistenschüler auf dem neuesten Stand, zudem ermöglichen wir unseren Journalistenschülern einen einwöchigen Master-Kurs ‚Investigative Reporting‘ an der Columbia School of Journalism in New York. Trotzdem bezahlen wir eine weitaus höhere Vergütung als die anderen großen Journalistenschulen."

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