Bizarre Web-Theorien: Bin Laden lebt!

Auch wenn sich die US-Regierung mit dem erfolgreichen Abschluss der Fahndung nach Osama bin Laden rühmt, will das Social Web ihn einfach nicht sterben lassen. Mit jedem Tag wächst die Zahl der wilden Verschwörungstheorien um den Tod des ehemaligen Terrorfürsten. Bin Ladens unerwartetes Ableben, die schnelle Seebestattung und das Zurückhalten eines Beweisfotos lassen allerlei krude Verschwörungstheorien hochkochen. Wir haben Sie zusammengetragen.

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Der dubiose DNA-Test
Kaum war Osama bin Laden tot, war schon die Identität der Leiche bestätigt. Dieser Speed-DNA-Test wirft seit einiger Zeit Fragen auf. DNA-Tests dauern in der Tat länger als nur ein paar Stunden. Aus den USA mehren sich nun die Berichte, wonach zu dem Zeitpunkt, als der DNA-Test verkündet wurde, noch gar kein Ergebnis feststehen konnte. Vielmehr soll die Identifikation auf Basis eines Gesichtserkennungsprogramms durchgeführt worden sein.

Osama war nie in Pakistan
Man sucht Osama bin Laden über ein ganzes Jahrzehnt. Und dann soll er gleich nebenan gewohnt haben? Vermutlich hätte jeder seine Zweifel, wenn der meistgesuchte Terrorist der Welt ein Nachbar gewesen sein soll. So ergeht es seit einiger Zeit auch den Bewohnern der pakistanischen Stadt Abbottabad, wie‘>. Dass es nun noch nicht mal ein offizielles Beweisfoto gibt, bekräftigt viele Pakistaner in ihrem Glauben an eine Verschwörung der USA. Eingeleitet von der amerikanischen Regierung, um endlich die Truppen aus Afghanistan abziehen zu können. Ein Grund für die Osama-Sympathie dürfte die Abneigung gegen die USA sein. In Umfragen erhielt der Mann, der Tausende Menschenleben auf dem Gewissen haben dürfte, regelmäßig Zustimmungswerte von annähernd 50 Prozent.

Osama ist schon 2001 gestorben, an einem Gendefekt
Natürlich sei Osamas Tod nur ein genialer PR-Coup, um Obama weiter im Amt zu halten, glauben die Anhänger der Tea-Party-Bewegung um Sarah Palin. Auf teapartynation.com
fragt man sich, warum es von der Exekution Saddam Husseins ein Video gibt, aber der meistgesuchte Verbrecher spurlos verschwindet. "Glauben Sie, wir sind dumm, Mister President?", fragt Anhänger Jeff Waller.
Eine andere Art der Verschwörung glaubt Steve R. Pieczenik, von der Tea Party als Top-Insider gehandelt, zu erkennen. Seiner Meinung nach sei Bin Laden schon 2001 gestorben. "Nicht etwa, weil Spezialeinheiten ihn getötet hätten, sondern weil er am Marfan-Syndrom litt", zitiert‘> Ausführungen auf seiner Webseite prisonplanet.com. Eine Genkrankheit, die das Bindegewebe befällt?

Die seltsame Seebestattung
Die meisten Ungereimtheiten wirft allerdings die Seebstattung Osamas auf. Die US-Regierung erklärt, damit die muslimische Tradition zu wahren. Stimmt gar nicht, erklärt Jamal Malik, Professor für Islamwissenschaft an der Universität Erfurt, gegenüber‘>: “Eine Seebestattung im Islam ist unüblich. Verstorbene müssen an Land beigesetzt werden. Eine Ausnahme ist es, wenn jemand auf See stirbt und die Leiche anfangen könnte, zu verwesen, bevor man an Land kommt. In diesem Fall wäre es zulässig, einen Körper über Bord zu geben.” Der Verdacht vieler: Man wolle Spuren des Kampfes beseitigen. Andere‘>, dass Osamas letzte Residenz rund 1000 Kilometer vom Meer entfernt liegt. Wie man so schnell diese Distanz überwinden konnte und zeitgleich eine komplette DNA-Analyse absolvieren konnte, liefert genug Stoff für moderne Mythenbildung.

Osama-Videos sind ein Fake
Ein Fund der US-Ermittler lässt die Gerüchteküche hochbrodeln. Insgesamt fünf Aufnahmen reichte die Regierung an TV-Sender weiter, allesamt ohne Ton und unbekannten Datums. Ein Video zeigt einen arabischen Mann
, von hinten gefilmt, mit grauem Haar und in eine Decke gehüllt, der sich im TV die Berichterstattung über Al Qaida anschaut. Das Video soll einen schwachen Bin Laden zeigen. Angeblich sind die Ermittler verwundert, warum Osama seine linke Hand zum Zappen nutzt, wo er doch in seiner Akte als Rechtshänder geführt wird. Während sie eine bleibende Verletzung durch eine Schusswunde vermuten, halten viele Blogger das angebliche Beweisdokument für ein Fake-Video.

Osama ist Fiktion
Auf die Spitze treibt der Vizekanzler des tschechischen Präsidenten Václav Klaus, Petr Hájek, den Verschwörungshype. Seine Meinung: “Bin Laden ist eine mediale Fiktion. Sein Leben und sein Tod unter mystischen Umständen kommen mir vor wie ein modernes Märchen für Erwachsene, wo es traditionell nur Gute und Böse gibt. Manche glauben da aber ernsthaft dran, weil ja schließlich das Fernsehen darüber berichtet habe“, zitierten Nachrichtenagenturen den 60-jährigen gelernten Journalisten. Osamas Tod sei inszeniert worden, weil in den USA bald der Präsidentschaftswahlkampf in die heiße Phase gehen würde. “Da können wir uns noch auf einiges gefasst machen.“

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