Diese Apps warf Apple aus dem Appstore

Eine Frage des Geschmacks: Immer wieder verbannt Apple Programme aus dem Appstore, weil diese gegen die strengen Regeln verstoßen. Der Blogger Ariel Schwartz von MSNBC hat nun eine Liste dieser Apps zusammengestellt – und rückt damit teils fragwürdige Programme in den Vordergrund. Genau so offenbart er aber auch krude Entscheidungen des Technologiekonzerns. Auch ein deutsches Nachrichtenmagazin war einst von Apples Bann-Wut betroffen: stern.de zeigte den Amerikanern zu freizügige Bilder.

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Die stern-App flog Ende 2009 aus dem Download-Shop. Es habe einen "Dissenz um die Erotik-Galerie" gegeben, sagte der damalige Gruner + Jahr-Sprecher Kurt Otto. Verärgert waren die Hamburger darüber, dass das Mobil-Angebot ohne jegliche Vorwarnung ausgeschlossen wurde.
Ebenfalls lehnte Apple eine E-Book-App mit dem Namen Eucalyptus ab. Das Programm konnte auf Werke der Plattform "Gutenberg" zugreifen, auf der auch ein Werk mit dem Titel "Kama Sutra of Vatsyayana" einsehbar ist. Mittlerweile ist die App jedoch wieder im Appstore erhältlich.
Ariel Schwartz zeigt in seiner Liste vor allem amerikanische Apps, die es nicht in den Appstore schafften, beziehungsweise schnell wieder hinausflogen. Erstes ist das Spiel Smuggle Truck. Darin muss der Nutzer Flüchtlinge in einem LKW über bucklige Landstraßen schmuggeln. Laut den Entwicklern sollte das Spiel auf die Probleme der Auswanderer aufmerksam machen. Diesen tieferen Sinn erkannte Apple offenbar nicht. Nach dem Rauswurf änderten die Macher den Namen des Projekts in Snuggle Truck und ersetzte die Flüchtlinge durch "kuschelige Kreaturen, die sich ohne Komfort auf einen Trip durch die Wüste begeben, um in einen Zoo zu kommen, der ihnen Obhut, Nahrung und eine Gesundheitsversorgung bietet".
Baby Shaker
In der App Baby Shaker müssen Spieler, wie der Name erahnen lässt, ihr iPhone schütteln, um ein schreiendes Kind ruhigzustellen. Das Programm entfernte Apple jedoch erst, nachdem das National Center on Shaken Baby Syndrome bei dem Technologiekonzern protestierte.

Me So Holy
In diesem Programm konnten Nutzer ein Foto von sich machen und es dann in das Bild einer religiösen Person integrieren. Schwartz urteilt, dass es sich dabei natürlich um Zeitverschwendung handle, die App aber harmlos gegenüber anderen sei und kann den Ausschluss nicht nachvollziehen.

Gay Cure
Kurz gesagt handelt es sich hierbei um ein Programm, das Schwule dazu brngen soll, heterosexuelle Gefühle zu empfinden. Dies soll durch "biblische Lehren" geschehen. Gebannt wurde die App, weil rund 150.000 Menschen eine Petition unterschrieben hatten, um einen Ausschluss aus dem Appstore zu erreichen.

Die komplette Liste von Ariel Schwartz ist bei MSNBC.com abrufbar.

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