Bertelsmann: sauberer Start im 1. Quartal

Die Bertelsmänner rund um Vorstandschef Hartmut Ostrowski können sich nicht beklagen. Die erste Quartalsbilanz für 2011 ist erfreulich ausgefallen. Der Umsatz stieg von 3,56 auf 3,63 Mrd. Euro. Der operative Gewinn (EBIT) ist zwar gesunken - von 293 auf 245 Mio. Euro - Bertelsmann erklärt das aber plausibel mit hohen Programmkosten bei der RTL Group (u.a. Dschungelcamp) und dem späten Osterfest. Die üppigen Oster-Werbeeinnahmen liegen 2011 außerhalb des ersten Quartals.

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Dafür dürfen sich die Gütersloher wahrscheinlich auf ein besonders starkes zweites Quartal freuen, in dem die Oster-Einnahmen bei den RTL-Sendern dann zu Buche schlagen. Aber auch so gibt es keinen Grund für lange Gesichter – immerhin wurde das Ergebnis unterm Strich mit 94 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 45 Mio. Euro) mehr als verdoppelt. Der Grund dafür, dass mehr Geld in der Kasse bleibt: Bertelsmann kommt mit dem Schuldenabbau gut voran und muss damit auch weniger Zinsen zahlen.

Die Schulden des Konzerns wurden aufgenommen, damit Bertelsmann auf Wunsch der Eigentümerfamilie Mohn die Aktien des Unternehmens von dem damaligen Mit-Eigentümer Albert Frère zurückkaufen konnte und damit ein Börsengang verhindert wurde. Ende 2010 beliefen sich die Nettofinanzschulden noch auf 1,9 Milliarden. Dieser Schuldenstand wurde bis Ende März 2011 auf 1,74 Mrd. Euro reduziert. Bereits bei der jüngsten Jahresbilanz hatte Bertelsmann-Boss Hartmut Ostrowski verkündet, dass der Konzern in Kürze auch wieder zukaufen werde. Erwartet wird gemeinhin, dass Bertelsmann sich auf dem lukrativen Segment der Musikrechte verstärkt.

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