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Microsoft bietet für Skype 8,5 Mrd. Dollar

Scoop nach Mitternacht: Microsoft, das zweitwertvollste Technologie-Unternehmen der Welt, steht kurz vor der Übernahme des begehrten Internet-Telefonie-Anbieters Skype. Das berichtet das Wall Street Journal. Stolzer Kaufpreis: rund 8,5 Milliarden Dollar. Das wäre nicht nur die teuerste Übernahme in der Konzerngeschichte von Microsoft – sondern in etwa auch das Dreifache des einstigen Kaufpreises eBays. Der Deal könnte schon am heutigen Dienstag verkündet werden, werden gut informierte Kreise zitiert.

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So kann es gehen: Nicht Facebook und nicht Google kommen bei Skype zum Zug,  wie Kenner der Internet-Szene zuletzt gemutmaßt hatten, sondern der Technologie-Dinosaurier Microsoft. Nach Berichten des Wall Street Journals steht die Übernahme kurz vor dem Abschluss und könnte schon heute verkündet werden. 



Stolze sieben Milliarden Dollar müsste das zweitwertvollste Technologie-Unternehmen für den beliebten Internet-Telefonanbieter hinblättern, berichtet das Murdoch-Blatt. Die New York Times spricht sogar von 8,5 Milliarden Dollar.

So oder so: Für Microsoft wäre das noch vor dem Online-Werbevermarkter aQuantive, der 2007 für 6,3 Milliarden Dollar übernommen wurde, die teuerste Übernahme der Firmengeschichte. Allerdings gleichzeitig eine, die sich das Dow-Jones-Mitglied angesichts von Barbeständen in Höhe von 48 Milliarden Dollar auch locker leisten kann. 



Rasante Geschäftsentwicklung: Umsatz- und Ebitda-Verdopplung in 2010



Angesichts der immer noch schwächelnden Online-Strategie des Software-Riesen erscheint der Zukauf des boomenden Internet-Telefonanbieters Skype nur allzu nachvollziehbar. Skype wurde 2005 von eBay für 2,6 Milliarden Dollar übernommen  – einem mutmaßlichen Mondpreis, der vier Jahre später durch den Verkauf an Finanzinvestoren um den früheren Netscape-Gründer Marc Andreesen gerade so korrigiert werden konnte. 


Dass eBay, das immer noch 30 Prozent an Skype hält, jedoch den Großteil seiner Anteile offenkundig viel zu früh verkauft hat, zeigte sich wenig später. Als Skype im vergangenen Jahr einen Börsengang vorbereite, bei dem unter der Federführung von Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan eine Milliarde Dollar erlöst werden sollte, vermeldete der von Niklas Zennström und Janus Friis gegründete Online-Dienst bereits explodierende Umsätze. 



Nach 406 Millionen Dollar im Vorjahr erlöste Skype in den vergangenen zwölf Monaten nunmehr 860 Millionen Dollar. Das Ebitda konnte ebenfalls mehr als verdoppelt werden. Per Ende 2010 zählte Skype  bereits 663 Millionen Nutzer. Nach Angaben des Wall Street Journals kann die Übernahme durch Microsoft aber immer noch scheitern.  

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