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RTL mit Gewinnrückgang im ersten Quartal

Der deutsche Werbemarkt bremst das Wachstum der RTL Group: Im ersten Quartal 2011 konnten die Luxemburger zwar ihren Umsatz auf 1,255 Milliarden Euro steigern. Dies entspricht allerdings lediglich einem Plus von 0,8 Prozent im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum. Das EBITA ging sogar um 12 Prozent zurück und liegt nun bei 181 Millionen Euro. Verantwortlich für die wenig berauschenden Zahlen macht das Management der Bertelsmann-Tochter vor allem das schwache Werbegeschäft, dass wiederum massiv unter dem späten Ostertermin litt.

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Im Vergleich zum Vorjahr schoben viele Markenartikler wegen der späten Festtage ihre Osterkampagnen erst in das zweite Quartal. Bereits die ProSiebenSat.1 AG stöhnte zuletzt unter dieser Budget-Verschiebung. Die Münchener konnten im ersten Quartal ihren Umsatz allerdings trotzdem um 3,7 Prozent auf 682,8 Millionen Euro steigern. Ähnlich wie bei der Bertelsmann-Konkurrenz war auch bei P7S1 das Deutschland-Geschäft kein Motor des Firmenwachstums.

Allerdings scheint dieser Effekt vor allem den deutschen TV-Markt besonders zu belasten. Denn sowohl in den Niederlanden, wie auch in Frankreich verzeichnete die RTL Gruppe signifikante Zuwächse bei den Werbeeinnahmen. Bilanzdrücker waren allerdings auch stattliche Investitionen ins Programm, die im Zuge der Konjunkturkrise zwischenzeitlich heruntergefahren worden waren. So leisteten sich die Kölner 2011 wieder das (quotentechnisch überaus erfolgreiche) "Dschungelcamp" sowie die megateure Eigenproduktion "Hindenburg". Und: Das erste Quartal 2010 war für RTL bombig gelaufen, was den im Vergleich schwächeren Wert in diesem Jahr relativiert.

Aufgrund des eher mauen Quartals wollen sich die Luxemburger für das laufende Jahr insgesamt nicht auf eine genaue Prognose festlegen. Besonders zufrieden zeigt sich der TV-Konzern jedoch über die europaweiten Hinzugewinne bei den Marktanteilen der einzelnen Sender-Töchter, es ist also nicht ausgeschlossen, dass auch 2011 am Ende noch ein überaus ertragreiches Jahr wird.

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