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April-IVW: News-Sites rauschen nach unten

Ein Absturz mit Ansage: Nach dem März, der mit einer Fülle von Nachrichten zu Rekorden bei fast allen News-Websites geführt hatte, konnten die großen Angebote diese Zahlen im April natürlich nicht halten. Die Nachrichtenlage war entspannter, zudem sorgten die Oster-Feiertage für Traffic-Armut. 48 der Top-50-Angebote verloren bei den redaktionellen Visits aus Deutschland im April, im Durchschnitt gingen den mehr als 200 Kontrahenten 23,2% der Besuche verloren. Am miesesten lief es dabei für n-tv.de und N24.de.

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Die beiden Beiboote der Info-Sender n-tv und N24 verloren bei den redaktionellen Visits aus dem Inland, die für unsere Analysen der deutschen Nachrichtenbranche das entscheidende Kriterium sind, satte 36,6% und 48,6%. Kein anderes der Top-50-Angebote verlor so deutlich. Kein Wunder also, dass die beiden Websites auch kräftig bei den von MEEDIA errechneten Marktanteilen nach unten rauschten. So ging es für n-tv.de von 5,24% auf 4,31% nach unten, für N24.de von 1,29% auf 0,86%. Dennoch: Auch n-tv.de braucht nicht zu unzufrieden sein. Denn man blieb immerhin vor sueddeutsche.de und Focus Online, etwas das vor dem März ewig nicht gelungen war.

Deutlich nach unten ging es im April auch für Spiegel Online. Mit einem Minus von 26,1% gingen bei den Marktanteilen 0,85 Prozentpunkte verloren. Insgesamt acht der Top-Ten-Angebote büßten im April mehr redaktionelle Visits ein als der Branchen-Durchschnitt. Folge: Allen acht gingen damit auch Marktanteile verloren. Die beiden Ausnahmen heißen Bild.de und RP Online. Zwar büßten die beiden ebenfalls Besuche gegenüber dem März ein, doch eben weniger als der Markt insgesamt. Dadurch gewann Bild.de 1,27 Marktanteilspunkte hinzu, RP Online 0,07.

RP Online steht dabei exemplarisch für fast alle Websites der Regionalzeitungen. Sie profitierten im März nicht so extrem von der Nachrichtenlage (Japan & Co.) wie die überregionalen Angebote, verloren daher im April auch nicht so viel wie die großen Konkurrenten. Der Beweis: Auf den Plätzen 26 bis 50 gab es nur eine Website, die Marktanteile einbüßte, für alle anderen 24 ging es nach oben. Die meisten Marktanteilspunkte gewannen neben Bild.de im Übrigen manager magazin online (+0,38), Express.de (+0,24) und DerWesten (+0,10).

manager magazin online ist gleichzeitig eine von nur zwei der Top-50-Websites, die auch nach absoluten redaktionellen Visits gerechnet zulegen konnten. Das manager magazin gewann gegenüber dem März heftige 17,5%, Idowa Online aus Straubing immerhin 0,6%.

(Anmerkung: In der ersten Version dieses Artikels fehlte in den Rankings noch die Website dnews.de, die zum ersten Mal ihre Zahlen von der IVW veröffentlichen ließ. Dies ist nun korrigiert, dnews.de belegt mit einem Marktanteil von 0,35% auf Anhieb Platz 31.)

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