Matthias Matussek verteidigt Zölibat

Der Spiegel-Autor Matthias Matussek hat sich gegen die Kirchenkritiker Hans Küng und Heiner Geißler gewandt. In einem Interview mit dem Focus sagte der Schriftsteller („Das katholische Abenteuer“), dies seien „zwei alte, narzisstisch gekränkte Männer, die sich jeweils für den besseren Papst halten. Auf jeden Fall für unfehlbarer.“ Er verteidigte den Zölibat als stärkstes Zeichen für die „antibürgerliche Gegenwelt“.

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Matussek forderte eine Rückkehr der katholischen Kirche zur Tradition. In einer „völlig enthemmten Gesellschaft“ müsse sich gerade die Avantgarde zur Tradition bekennen, sagte er dem Focus. Der Zölibat werde vor allem deshalb kritisiert, weil „die Verweigerung des Koitus offenbar die letzte Todsünde ist in unserer übersexualisierten Gesellschaft“.
Der Autor kritisierte auch die typisch deutschen Forderungen nach der Priesterweihe für Frauen. Hierzulande werde „viel Energie verpulvert, um Reformpapiere durch Kirchenräume zu tragen, statt die Weltkirche in den Blick zu nehmen. Die Deutschen nehmen sich zu wichtig.“
Lob von Matussek erhält Papst Benedikt XVI. für seine Menschlichkeit und Geradlinigkeit im „schwersten Job, den diese Erde zu vergeben hat“.

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