ARD setzt auch nach Lena auf Raab

Es geht in die nächste Runde: Die ARD und ProSieben werden auch 2012 gemeinsam einen deutschen Kandidaten für den Eurovision Song Contest (ESC) suchen. Wie die Rheinische Post berichtet, ist wieder eine Show nach dem Vorbild von "Unser Star für Oslo" geplant. "Das Konzept ist viel zu wertvoll, um es wieder aufzugeben", sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber, der auch das Event in Düsseldorf organisiert. Der ESC solle zu einem Schaufenster für ernstzunehmende Popmusik werden.

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"Wir sind zwar Wettbewerber, aber für ein solch ein Ereignis schaffen wir gemeinsam einfach mehr Resonanz", sagte der 51-Jährige gegenüber der Tageszeitung aus Düsseldorf. Für die weitere Zusammenarbeit sei die musikalische Glaubwürdigkeit und das Gespür von Raab und Jörg Grabosch, Geschäftsführer der Gesellschafter Brainpool, Talente zu entdecken, die aus eigener Kraft eine Karriere als ernstzunehmende Künstler machen können, ausschlaggebend gewesen.
Unabhängig davon, wie Lena in diesem Jahr bei dem Wettbewerb abschneide, werde es im kommenden Jahr einen neuen deutschen Kandidaten geben, der in einer TV-Sendung gecastet werde. Stefan Raabs Show "Bundesvision Song Contest", bei der der Moderator Musikacts aus jedem deutschen Bundesland gegeneinander antreten lässt, soll dabei nicht als nationale Entscheidung dienen. Es werde eine neue Sendung geben, die sich an das Konzept der Casting-Show "Unser Star für Oslo" anlehne. Laut Schreiber gelte dabei die Vorgabe, dass jeder Beitrag durch Zuschauerbeteiligung bestimmt werde. "Das führt zu einer ganz anderen Identifikation mit dem nationalen Beitrag und auch zu einer anderen Ernsthaftigkeit des Wettbewerbs", kommentierte Schreiber.

Auch in diesem Jahr hofft der ESC-Teamchef auf einen Sieg. "Welchen Respekt hätte ich den vor meiner Arbeit, wenn ich nicht alles geben würde und nicht gewinnen wollte?" Ob der Wettbewerb dann wieder nach Düsseldorf komme, ließ Schreiber offen.

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