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Kachelmann psychisch nicht gestört

Am heutigen Donnerstag wurde am Landgericht Mannheim das psychische Gutachten über Jörg Kachelmann verlesen. Der Sachverständige Hartmut Pleines kommt darin laut Welt Online zu dem Schluss, dass der Wettermoderator nicht an einer psychischen Störung leidet. Dennoch sei das Leben des 52-Jährigen geprägt von einer "beständigen Beziehungs- und Bindungslosigkeit". Seine Erkenntnisse, die er per Ferndiagnose treffen musste, ließen aber keine Rückschlüsse auf eine mögliche Tatbereitschaft zu, so Pleines.

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Kachelmann hatte eine persönliche Untersuchung durch einen Psychiater verweigert. Dennoch, so Pleines, könne er seine Diagnose anhand der Lebensgeschichte und den Angaben aus dem näheren Umfeld des Schweizers, wozu auch die Ex-Geliebten zählten, treffen. Eine psychische Erkrankung bleibe im Laufe des Lebens nie völlig unbemerkt. Die Biographie Kachelmanns lasse "keinen Hinweis auf gröbere psychische Störungen" erkennen.

Zwar weiche der Wettermoderator durch die Vielzahl seiner gleichzeitig laufenden Liebschaften vom "Idealbild einer ausgeglichenen Persönlichkeit" ab. Die Schaffung dieser Parallelwelten habe jedoch keine pathologischen Gründe gehabt, sondern hätten schlichtweg die Bedürfnisse des 52-Jährigen befriedigt. Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung könne ebenfalls ausgeschlossen werden, weil in Kachelmanns Beziehungen eine "gewisse Beliebigkeit und Austauschbarkeit" geherrscht habe.

Jörg Kachelmann wird vorgeworfen, eine Ex-Geliebte vergewaltigt und mit einem Messer bedroht zu haben. Das Urteil wird für Ende Mai erwartet.

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