Neue Studie: Karriere braucht keinen Master

Zweitstudium unnütz: Zu diesem Schluss kommen zwei Studien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ordentlich Zündstoff für die zweite Bologna-Konferenz, die am 6. Mai stattfinden wird. Gleichzeitig vermuten viele Arbeitgeber einen mangelnden Praxisbezug im Bachelor-Studium. Hierzu erklärt CDU-Sprecher Albert Rupprecht: "Wer nicht in die Wissenschaft will, sollte sich fragen, ob er auf Kosten des Steuerzahlers eine überflüssige Ausbildungsschleife drehen."

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Laut einer Studie der "Hochschul Informations System" GmbH (HIS) streben bis zu 76 Prozent der Bachelor-Studierenden ein Master-Studium an. Obwohl nur 16 Prozent später in der Wissenschaft tätig sein wollen. Gegenstand der anderen Studie, die der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft veröffentlicht hat, ist die Arbeitsmarktbefähigung von Bachelor-Absolventen.

Dabei fallen die Bewertungen der Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit Bachelor-Absolventen gemacht haben, positiver aus als die Vermutungen derjenigen Unternehmen, die bislang noch keine Bachelor eingestellt haben.
Trotz der mehrheitlich zufriedenstellenden Leistungsbeurteilung der Bachelor-Absolventen wünscht die große Mehrheit der Personaler in Unternehmen, die Akademiker beschäftigen, einen höheren Praxisbezug der Lehrinhalte (76 Prozent). Am höchsten ist die Zufriedenheit der Unternehmen mit den dual ausgebildeten Bachelor-Absolventen. Unter den Unternehmen, die Akademiker beschäftigen, wollen 84 Prozent zukünftig sowohl Bachelor als auch Master einstellen. Lediglich 13 Prozent dieser Unternehmensgruppe wollen ausschließlich Master beschäftigen.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan rief die nationale Bologna-Konferenz ins Leben, die am kommenden Freitag, den 6. Mai, zum zweiten Mal zusammenkommen wird. Mit am Tisch sitzen auch Vertreter der Wirtschaft.

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