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CBS verdient 202 Millionen Dollar

Wer hätte das gedacht: Der Tycoon der amerikanischen Medienbranche, der knorrige Sumner Redstone, steht exakt zwei Jahre, nachdem er den Boden der Finanzkrise ausrief, als Triumphator da. Die amerikanische TV-Institution CBS kann die Analysten erneut verblüffen und ein stärkeres Quartal präsentieren als erwartet – die Gewinne explodieren regelrecht. Doch der Blick in die Zukunft ist nicht ungetrübt: Es gilt schließlich den Erfolg nach dem Aus der Kultserie "Two and a Half Men" zu bestätigen.

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Wenn es so etwas wie eine Blaupause für die Kurserholung von CBS gibt, dann kommt sie aus Deutschland. Genauer gesagt aus Unterföhring: Das schier mirakulöse Börsen-Comeback von ProSiebenSat.1 in den vergangenen zwei Jahren ist längst ein Stück deutsche Mediengeschichte, das jüngste seine Vollendung in einem Kurszuwachs von mehr 2000  Prozent fand.

Aber auch so CBS ist ziemlich gut unterwegs: Bis auf unter 4 Dollar dippte das Papier im Frühjahr 2009 – heute Nacht wurden im nachbörslichen Handel schon wieder Kurse von 26,50 Dollar bewilligt. Das entspricht einem Plus von 600 Prozent in gerade mal rund zwei Jahren.

Gewinne explodieren:  CBS mit "außerordentlichem Momentum"

Die jüngsten Aufschläge von immerhin noch fünf Prozent nach Handelsschluss waren der positiven Geschäftsentwicklung seit Jahresbeginn geschuldet. Obwohl der US-TV-Riese CBS, der wegen seines Logos nur „The Eye“ genannt wird, marginale Umsatzeinbußen von einem halben Prozent auf 3,51 Milliarden Dollar verkraften musste, schossen die Gewinne nach oben.

Nach einem operativen Minus im Vorjahresquartal konnte CEO Leslie Moonves seinen Aufsichtratschef und Firmeneigentümer Sumner Redstone wieder mit einem dreistelligen Millionengewinn glücklich machen: CBS wies zwischen Januar und März ein Plus von 202 Millionen Dollar aus.  Das  entsprach einem Gewinn je Aktie von 29 Cent je Aktie. Analysten hatten nur mit 19 Cent je Anteilsschein gerechnet. Die Quartalsdividende wurde daraufhin auf 10 Cent je Aktie verdoppelt.

Entsprechend selbstbewusst kommentiert Sumner Redstone im anschließenden Conference Call dann auch die starke Bilanz: "Unser Quartalsergebnis unterstreicht unser außerordentliches Momentum", dröhnte der 87-jährige Medientycoon. Ob das in Zukunft anhalten kann, muss sich allerdings noch zeigen: Ein Erfolgsgarant, die Kultserie "Two and a Half Men" ist nach dem Rauswurf von Charlie Sheen bekanntermaßen Geschichte.  

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