Berlusconi will Pressefreiheit weiter einschränken

Italiens Ministerpräsident und größter Medienunternehmer, Silvio Berlusconi, meint, dass es in seinem Land "zu viel Pressefreiheit" gibt. Das sagte er laut Tagesschau.de nach der Veröffentlichung eines Rankings zur Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (ROG), in dem Italien auf dem 49. Platz landete. Deutschland liegt auf Platz 17.

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"Wenn es etwas gibt, dessen wir sicher sein können, dann ist es die Tatsache, dass wir zu viel Pressefreiheit haben. Darüber brauchen wir gar nicht diskutieren", zitiert Tagesschau.de den italienischen Ministerpräsidenten. Berlusconi plane beispielsweise seit langem ein Veröffentlichungsverbot für polizeiliche Abhörprotokolle.
In Italien habe es Schule gemacht, dass Berlusconis Anwälte bei kritischen Artikeln gegen den Autor aktiv werden, berichtet der Vorsitzende des Nationalen Presseverbandes, Roberto Natale. "Fast jeden Tag passiert etwas Schlimmes, das verhindert, dass wir in angemessener Autonomie unsere Arbeit als Journalisten tun können", sagte er gegenüber Tagesschau.de.

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