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Top Ten: die meistgehörten Internet-Radios

radio.de, die größte senderübergreifende Webradio-Plattform Deutschlands, hat eine interessante Liste der erfolgreichsten Sender 2010 veröffentlicht. Mit 4,48 Mio. Brutto-Kontakten war dabei der reine Internetradiokanal Top100Station die Nummer 1 vor den beiden auch aus dem herkömmlichen Radio bekannten Sendern bigFM und 1Live. Ebenfalls in der Top Ten vertreten: NDR2, SWR3 und Bayern 3. Insgesamt verzeichnete radio.de im Jahr 2010 rund 77 Mio. Brutto-Audiokontakte.

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Wie repräsentativ die Liste von radio.de ist, lässt sich schwer sagen. Natürlich ist der Anbieter nur ein Teil der Webradio-Szene. Die Masse der Hörer dürfte ihre Sender direkt über die jeweiligen Websites hören. So kam eine Website wie die von Antenne Bayern im vierten Quartal laut AGOF auf 0,60 Mio. Besucher pro Monat, radio.de auf 0,72 Mio. Sollte nur ein Bruchteil der Antenne-Bayern-Besucher auch den Stream einschalten, dürften die Zahlen deutlich über den Top-Ten-Werten von radio.de liegen.

Denn: Auch wenn sich die Zahl von 4,48 Mio. Brutto-Kontakten für die Top100Station nach einem gigantischen Wert anhört, er ist nunmal ein Jahresgesamtwert. Sprich: Auf den Tag umgerechnet kam der Sender über die radio.de-Plattformen im Web, iPhone, iPad & Co. auf etwas mehr als 12.200 Brutto-Kontakte. Und wie lang diese Menschen den Sender tatsächlich gehört haben, ist damit auch noch nicht bekannt. Dennoch: Die radio.de-Top-Ten ist interessant, denn sie zeigt, dass die herkömmlichen Radiomarken, die es schon vor dem Internet gab, nicht automatisch auch im Web die Top-Sender sein müssen.

So finden sich neben den bekannten Radiosendern bigFM, 1Live, NDR2, WR3 und Bayern3 eben auch die reinen Webradios Top100Station, TechnoBaseFM, HouseTimeFM, Oldies und 80er in der Top-Ten-Liste.

Neben der Top Ten veröffentlichte radio.de auch ein paar weitere interessante Eckdaten. So boome die Plattform nach Unternehmensangaben. Im ersten Quartal sei die Zahl der Brutto-Audiokontakte um satte 136 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen. Ebenfalls interessanrt: Der Anteil der mobilen Nutzung (also über Smartphones, etc.) liegt inzwischen bei 50%. Allein die radio.de-iPhone-App sei bereits mehr als 1,2 Mio. mal heruntergeladen worden.

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