Sony-Hack noch schlimmer als erwartet

Datenklau, die Zweite: Der Elektronikhersteller Sony hat mitgeteilt, dass nicht nur das Playstation Network und das Multimedia-Netzwerk Qriocity Ziele von Hackerangriffen waren, sondern auch Sony Online Entertainment (SOE). Ferner seien hier Kreditkartendaten entwendet worden, so Sony. In einer Pressemitteilung erklärte das Unternehmen, dass rund 24,6 Millionen Datensätze gestohlen werden konnten. Sie enthalten die sensible Daten über die User. Auch Kunden aus Deutschland sind betroffen.

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Der Angriff hatte sich offenbar schon am 16. und 17. April 2011 ereignet, also kurz vor den Angriffen auf das Playstation Network und Qriocity, die zwischen dem 17. und 19. April stattfanden.

Der Hack wurde allerdings jetzt erst entdeckt. Aus diesem Grund hat Sony den Betrieb des Online-Angebots am Montag eingestellt. Neben der großen Datenbank von Sony Online Entertainment sei außerdem eine kleinere Datenbank aus dem Jahr 2007 kopiert worden. Sie enthält die Kreditkartendaten von etwa 12.700 Nicht-US-Kunden sowie weitere 10.700 Bankverbindungen von Kunden aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Spanien. Kleine Entwarnung: Der gestohlene Datensatz enthält nicht die zu den Kreditkarten gehörigen Sicherheits-Codes. Die Betroffenen sollen in Kenntnis gesetzt werden.

Erst am 1. Mai wurde Sony darauf aufmerksam, dass neben Qriocity und dem Playstation Network auch eine dritte Datenbank gehackt worden war und stellte den Betrieb des Angebots umgehend ein. Nach eigenen Angaben hat der Konzern eine externe Sicherheitsfirma mit der lückenlosen Aufklärung des Vorfalls beauftragt.

Wie sicher sind Ihre Daten?
Grundsätzlich können Diebe mit Ihren Kreditkartendaten Überweisungen tätigen. Es ist aber nicht mehr so einfach wie noch vor einigen Jahren. Diebe könnten heutzutage Kreditkarten-Daten nicht mehr für jede Transaktion nutzen. Denn viele Anbieter benutzten zusätzlich zum Sicherheitscode auf der Karte einen sogenannten Securecode, der nicht bei Händlern, sondern nur der Bank hinterlegt ist.

Allerdings müssen Sie für Überweisung, die aus aus einem Datenklau resultierne, nicht haften. Der Zentrale Kreditausschuss, ein Zusammenschluss der Verbände von Privatbanken, Sparkassen, Landesbanken sowie Volks- und Raiffeisenbanken, teilte mit: "Für etwaige Schäden aus einer möglichen Manipulation im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl müssen die Karteninhaber nicht haften."

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