Merkel-Sprecher macht Obama zu Osama

Was für ein katastrophaler Fehler des Regierungssprechers Steffen Seibert. Über sein Twitter-Account ließ er am Montagmorgen im Namen der Bundeskanzlerin verlauten: "#Kanzlerin: Obama verantwortlich für Tod tausender Unschuldiger, hat Grundwerte des Islam und aller Religionen verhöhnt." Seibert verwechselte US-Präsident Barack Obama mit dem getöteten Terroristen Osama Bin Laden. Ein Fehler, der für ein offizielles Regierungs-Twitter-Account an Peinlichkeit kaum zu toppen ist.

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Später korrigierte Seibert seinen Fehler mit den Worten: "Korrektur: bin Laden verantwortlich für tod tausender unschuldiger.", löschte danach aber den Ursprungs-Tweet und die Korrektur, um nur noch den richtigen Tweet: "#Kanzlerin: Osama bin Laden verantwortlich für Tod Tausender Unschuldiger, hat Grundwerte des Islam und aller Religionen verhöhnt." stehen zu lassen. Hier der Screenshot-Beweis des peinlichen Seibert-Fehlers:

Der Spott war Seibert bei Twitter natürlich sofort sicher. So schrieb Nutzer Markus Bertling: "Oha, Herr @RegSprecher – das dürfte der ‚erfolgreichste‘ Tweet bisher werden…" Nutzer "elbblitz" meinte: "diagnostiziere dem @RegSprecher ein ausgeprägtes suchtverahlten mit unkontrollierten twitter äusserungen. empfehle dringend #abschalten!" "echt_virtuell" twitterte: "Ab sofort können wir uns wieder daneben benehmen. Der Preis für den Klopps des Tages ist vergeben an @RegSprecher". Und Nico Lumma ergänzte: "und jetzt mal zum merken: osama schreibt man mit s, nicht mit b."

Dieser Hinweis ist offenbar auch dringend nötig, denn auch der US-Sender Fox News verwechselte am Montag erneut Obama und Osama. Dem erz-konservativen Sender, dem das schon oft passierte, wird regelmäßig vorgeworfen, er mache das mit Absicht. Ein Vorwurf, den man Seibert zumindest sicher nicht machen kann.

[Nachtrag: Auch Spiegel Online verwechselte in einer Liveticker-Headline kurzzeitig Obama und Osama ("US-Militär soll Obama auf See bestattet haben"), wie zwei uns unabhängig voneinander zugeschickte Screenshots zeigen. Hier einer der Mobil-Version von Spiegel Online.]

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