Spiesser setzt EV gegen Bauer-Verlag durch

Das Landgericht Hamburg hat der Bauer Media Group per einstweiliger Verfügung sein Vorgehen gegen die Jugendzeitschrift Spiesser untersagt. Das teilt der Dresdner Verlag auf seiner Website mit. Der Bravo-Herausgeber hatte Schulen, an denen der Spiesser kostenlos ausliegt, damit gedroht, die Schulbehörde und das verantwortliche Ministerium zu kontaktieren, weil das Magazin werbefinanziert ist.

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Den Richtern zufolge hat es der Verlag "zu unterlassen, gegenüber Schulen zu behaupten, die Verteilung des Spiesser begegne erheblichen Bedenken". Verstöße gegen die einstweilige Verfügung werden mit bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld geahndet.
Der Spiesser gilt als eine publizistische Erfolgsgeschichte in der Jugendpresse und in Ostdeutschland. Als Schülerprojekt in Ostdeutschland gestartet, wird das Monatsmagazin seit September 2007 bundesweit an rund 30.000 Verteilstellen gratis ausgelegt. Verlag und Redaktion sitzen in Dresden. Der Spiesser kommt auf eine Auflage von knapp 800.000 Exemplaren.
Das Konkurrenzprodukt aus dem Bauer-Verlag, die Bravo, hat hingegen seit Jahren mit Auflagenrückgängen zu kämpfen. Im ersten Quartal dieses Jahres verkauften die Hamburger nur noch 402.647 Exemplare. Das entspricht einem Minus von 15 Prozent in zwölf Monaten. Im Fünf-Jahres-Trend sank der Gesamtverkauf sogar um mehr als ein Drittel (34 Prozent).

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