US-Investoren übernehmen Bigpoint

Im Online-Games-Markt spielen deutsche Unternehmen ganz vorne mit. US-Investoren schnappten sich jetzt die Mehrheit an dem Hamburger Entwickler Bigpoint, dem zweitgrößten Anbieter von Browserspielen in Europa. Für 350 Millionen Dollar haben TA Associates und Summit Partners Anteile übernommen, berichtet die Financial Times Deutschland. Damit steigt der Wert der Firma auf mehr als 600 Millionen Dollar. Bigpoint-Chef Heiko Hubertz bleibt mit 30,5 Prozent beteiligt.

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"Das Investment von TA Associates und Summit Partners ist eine Bestätigung unserer Führungsposition in der Onlinespielbranche", sagte der 34-Jährige der FTD. Nach eigenen Angaben setzte das Unternehmen in 2010 einen dreistelligen Millionenbetrag um. Ein Jahr zuvor waren es noch 52 Millionen Euro, der Gewinn lag bei 12 Millionen Euro. Für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet Bigpoint ein ähnliches Wachstum.
Rund 190 Millionen Gamer sind weltweit bei der Hamburger Spieleschmiede registriert. Zu den bekanntesten Titeln gehören "Battlestar Galactica", "Seafight" und "Farmerama". Die Nutzung der Games ist kostenlos. Geld verdient der Entwickler über den Verkauf virtueller Güter, womit sich Spieler einen zeitlichen Vorteil gegenüber ihren Kontrahenten sichern können.
Bigpoint ist seit Jahren auf Wachstumskurs. Bereits 2008 verkaufte Hubertz 70 Prozent seiner Firma für 50 Millionen Euro an NBC Universal und GMT Communications. Letzterer sowie der Mischkonzern General Electric halten weiterhin je 2,5 Prozent an dem Software-Entwickler. NBC Universal trennt sich von ihren Anteilen. Innerhalb von drei Jahren hat sich der Unternehmenswert also rund verzehnfacht.
Auch der Markt für Internet-Spiele boomt. Allein in Deutschland setzte die Branche im vergangenen Jahr 268 Millionen Euro um. Das entspricht einer Zuwachsrate von 28 Prozent im Vergleich zu 2009. Die Zahl der Online-Gamer stieg um 17 Prozent auf 14,5 Millionen. Weltweit lag der Umsatz durch den Verkauf virtueller Güter laut dem US-Marktforscher In-Stat bei 7,3 Milliarden Dollar. Bis zum Jahr 2014 soll sich der Erlös verdoppeln.

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