Bild.de spricht jetzt Japanisch

Konnichiwa Bild.de: Schon länger scheinen die japanischen Bürger unzufrieden zu sein mit der defensiven Berichterstattung der einheimischen Medien über die Katastrophe von Fukushima. Eine direkte Folge davon sind steigende Zugriffszahlen auf ausländische Nachrichtenseiten - ein Effekt, den u. a. auch Spiegel online und Bild.de spüren. Springers Boulevard-Portal bietet deshalb seinen Lesern aus Nippon jetzt einen ganz besonderen Service: eine neue Rubrik mit Texten und Videos auf Japanisch.

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Konnichiwa Bild.de: Schon länger scheinen die japanischen Bürger unzufrieden zu sein mit der defensiven Berichterstattung der einheimischen Medien über die Katastrophe von Fukushima. Eine direkte Folge davon sind steigende Zugriffszahlen auf ausländische Nachrichtenseiten – ein Effekt, den u. a. auch Spiegel online und Bild.de spüren. Springers Boulevard-Portal bietet deshalb seinen Lesern aus Nippon jetzt einen ganz besonderen Service: eine neue Rubrik mit Texten und Videos auf Japanisch.

So sieht Bild.de auf Japanisch aus
Die Berliner Redaktion hat für ihr neues Angebot Meldungen und Videos übersetzt und in einem extra Ressort gebündelt. Je nach Nachrichtenlage soll die Berichterstattung kontinuierlich um neue Beiträge erweitert werden. Dabei ist auch vorgesehen, Storys ausschließlich auf Japanisch zu produzieren. 
Das neue Angebot war Chefredakteur Manfred Hart offenbar ein besonderes Anliegen, die japanischen Leser mit weiteren offenen und unabhängigen Quellen und Sichtweisen zu versorgen. 

Allerdings ist die Aktion für das Portal kein Neuland. Bereits während der olympischen Spiele in Peking im Sommer 2008 richteten die Berliner eine Sektion mit Nachrichten auf Chinesisch ein. Über den Trend der steigenden Seiten-Zugriffe aus Fernost berichtete bereits Spiegel Online. Auf MEEDIA-Anfrage bestätigte Chefredakteur Rüdiger Ditz, dass sich die Zugriffe aus Japan knapp vervierfacht hätten, allerdings auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Es lässt sich also davon ausgehen, dass auch das neue Nippon-Angebot von Bild.de kein gigantischer Klickbringer wird. Im März konnte das Portal – auch wegen der Tsunami- und Fukushima-Katastrophe – seine Visits um 18 Prozent steigern. Insgesamt kam die Nachrichten-Plattform auf 195 Millionen Visits.
Allerdings ist die Aktion schlicht eine gute Idee für das Image, und wenn sie tatsächlich ein paar Japaner in diesen schwierigen Tagen besser informiert, haben die Berliner alles richtig gemacht.

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