Kindle ab sofort in Deutschland erhältlich

Das Warten hat endlich ein Ende: Vier lange Jahre nach dem US-Start eröffnet Amazon nun auch in Deutschland einen Kindle-Store und verkauft erstmals sein elektronische Lesegerät. Zur Eröffnung umfasst der E-Buchladen rund 650.000 Titel, von denen immerhin 25.000 deutschsprachig sein sollen. "Wir bieten alle E-Books, die es auf dem deutschen Markt gibt, nun auch im Kindle-Store an", sagte Amazons Deutschland-Chef Ralf Kleber gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Zudem weist der Manager stolz darauf hin, dass im Sortiment des Kindle-Stores 71 der 100 aktuellen Spiegel-Bestseller vorrätig sind. Neben Büchern verkauft der Web-Laden auch Tageszeitungen wie die FAZ, das Handelsblatt oder die Zeit.

Das Kindle war bislang über den Umweg einer ausländischen Amazon-Plattform zu kaufen. Trotz iPad boomt noch immer das Geschäft mit dem Lesegerät, von dem der Web-Versender bereits mehrere Millionen verkauft haben will.

Die ersten deutschen Geräte kosten 139 Euro mit W-Lan-Anschluss und 189 Euro mit zusätzlichen Mobilfunkanschluss. Noch ist die Menü-Führung allerdings in englischer Sprache. Das soll sich jedoch schon bald ändern.

Für Amazon und den gesamten E-Book-Markt ist der Start des Kindle-Stores von immenser Bedeutung. In den USA werden die elektronischen Bücher – dank des preisgünstigen Amazon-Geräts – immer stärker zu einem echten Marktfaktor. Vor vier Jahren startete das US-Angebot mit 90 Titeln. Jetzt umfasst das Sortiment bereits rund 900.000 Werke. Laut Amazon kauft ein Kindle-Besitzer nun 3,3 Mal so viele Bücher als vor dem Besitz.

Zur richtigen Einordnung der Shop-Eröffnung stellt Kleber gegenüber der FAZ noch einmal fest: "Der Kindle-Store ist das wichtigste Ereignis für uns seit der Gründung von Amazon.de".

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