Googles Faible für erneuerbare Energien

Der Internet-Konzern Google hat gerade bekannt gegeben, rund 100 Mio. US-Dollar in die weltgrößte Wind-Farm im US-Bundesstaat Oregon zu investieren. Google forciert derzeit den Ausbau erneuerbarer Energien mit zahlreichen Investments. So hat die Firma kürzlich knapp 170 Mio. Dollar in die weltgrößte Solar-Energieanlage in der Mojave Wüste investiert und auch im deutschen Brandenburg hat Google Geld in ein Solar-Großprojekt gesteckt.

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Rund 3,5 Mio. Euro hat Google in eine Photovoltaik-Anlage in Brandenburg investiert – mit einer Fläche von 47 Hektar und einer Leistung von 18,65 Megawatt ist das eine der größten Solarstrom-Anlagen in Deutschland und Googles erstes finanzielles Engagement in erneuerbare Energien in Europa. Weltweit hat Google bisher rund 350 Millionen US-Dollar in erneuerbare Energien gesteckt. Laut dem Google-Blog-Post zu dem jüngsten Investment in die Shepherds Flat Wind Farm in Oregon, sucht man bei Google derzeit nach weiteren Möglichkeiten, in erneuerbare Energien zu investieren.

Dabei geht es dem Internet-Konzern freilich nicht allein um Idealismus, sondern auch ums Geldverdienen: “Wir halten Ausschau nach Projekten, die auch als Geschäft Sinn ergeben und die uns allen helfen, die Vorteile aus sauberer, erneuerbarer Energie zu ziehen”, heißt es in dem Blog-Post. Google greift seit geraumer Zeit auch selbst auf erneuerbare Energien zurück. An der Google-Zentrale im kalifornischen Mountain View wurde bereits 2007 eine 1,6 Megawatt-Solaranlage angebracht, die die Google-Zentrale mit sauberem Strom versorgt. Die Anlage sollte sich in siebeneinhalb Jahren selbst finanziert haben, rechneten die Google-Leute vor. Googles Datacenters werden von Haus aus so konstruiert, dass sie mit möglichst wenig Strom betrieben werden können. Das schont die Umwelt und hat für die Firma natürlich handfeste Kostenvorteile.

Google hat zudem mit RE<C eine Initiative ins Leben gerufen, die zum Ziel hat, erneuerbare Energien zu schaffen, die in der Produktion billiger sind als Kohle. Mit Clean Energy 2030 gibt es ein Programm, in dem Google herausfinden will, ob bei der Stromproduktion der USA ganz auf Öl und Kohle verzichtet werden kann und sich der Ölverbrauch für den Antrieb von Autos in den USA um 40 Prozent reduzieren lässt. Mit dem Google PowerMeter hat die Firma eine Art Test für den individuellen Stromverbrauch zu Hause entwickelt und RechargeIT ist eine Google Initiative, die sich um neue, effizientere Formen der Batterie-Aufladung kümmert.

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