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Focus, Spiegel, Bravo im Anzeigen-Minus

Während die meisten Mediengattungen im März deutliche Einbußen im Werbegeschäft verkraften mussten, lief es bei den Publikumszeitschriften noch vergleichsweise gut. So fiel das Brutto-Werbe-Plus gegenüber dem Vorjahr von Ende Februar bis Ende März nur von 8% auf 6,6%. Auch das Verhältnis der Gewinner-Titel zu den Verlierer-Titeln blieb mit etwa zwei Drittel zu ein Drittel gleich. Dennoch finden sich auf den ersten fünf Plätzen des Umsatz-Rankings die beiden größten Verlierer: Focus und Spiegel.

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Satte 3,60 Mio. Euro weniger landeten von Januar bis März brutto in den Kassen des Focus – ein Minus von 15,0% und ein Rutsch von Platz 4 auf 5 der werbeumsatzstärksten deutschen Publikumszeitschriften. Der Spiegel büßte im gleichen Zeitraum immerhin auch 1,64 Mio. Euro bzw. 5,5% ein und verliert damit den Anschluss an die Top 2 des Rankings. Die besteht weiterhin aus der Bild am Sonntag und dem stern. Beide Titel landeten in den ersten drei Monaten des Jahres über den Zahlen aus 2010 – die BamS mit 15,7% sogar sehr deutlich.

Weitere Verlierer gibt es auf den ersten 25 Plätzen des Nielsen-Rankings außer Focus und Spiegel nur drei: Brigitte, Bild der Frau und TV Movie gingen 1,8% bis 2,2% des Vorjahres-Werbeumsatzes abhanden. Größte Gewinner des ersten Quartals sind prozentual gesehen in der ersten Hälfte unserer Top-50-Tabelle die Auto Bild (+33,3%), InStyle (+26,2%) und TV 14 (+22,8%).

In der zweiten Hälfte der Top 50 gibt es zwar ein paar mehr Verlierer, doch auch hier ist das Verhältnis Gewinner vs. Verlierer mit 18 zu 6 etwas positiver als in der Gesamtliste der fast 500 von Nielsen ausgewerteten Titel. Die sechs Verlierer heißen Cosmopolitan (-3,9%), TV Hören und Sehen (-0,85%), rtv Ost (-1,9%), Apotheken Umschau B (-1,9%), Computerwoche (-3,3%) und Lisa (-12,3%). Ihnen stehen 18 Gewinner gegenüber, prozentual gesehen schnitten dabei vor allem Schöner Wohnen (+32,4%), Glamour (+30,2%) und Geo (+25,3%) am besten ab. Neu dabei ist Grazia – mit 4,32 Mio. Euro Brutto-Umsatz stieg das Magazin auf Platz 45 des Rankings ein.

Auch das Ranking der größten Euro-Gewinner wird von der Bild am Sonntag angeführt. Kein anderer der rund 500 Titel kam an das Plus von 4,70 Mio. Euro gegenüber 2010 heran. Auf den weiteren Plätzen folgen die bereits erwähnten Magazine Auto Bild, stern, TV 14 und InStyle.

In der Flop Ten der größten Euro-Verlierer findet sich hinter den beiden erwähnten Zeitschriften Focus und Spiegel ein Titel, der wegen des Minus sogar aus der Top 50 heraus gefallen ist: die Bravo. 0,85 Mio. Euro gingen dem Jugendmagazin verloren – ein Minus von 20,1%. Mit 3,35 Mio. Euro belegt das Blatt in der Gesamtliste nur noch Rang 51. Auch vier weitere Titel, die sich nicht in der Top 50 finden, gehören zu den größten Verlierern: PC Welt, Fit for Fun, PC Games und die Fernsehwoche.

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht also solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

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