Döpfner gehört zu den Top-Verdienern

Mehr als zehn Millionen Euro hat Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner offenbar im vergangenen Jahr verdient - mehr als irgendein Boss eines Dax-Konzerns. Das berichtet zumindest die Süddeutsche Zeitung. Springer selbst will die Zahlen nicht kommentieren. Das glänzende Gehalt stammt allerdings nicht nur aus den Zahlungen des Medienkonzern. Denn Döpfner ist darüber hinaus Großaktionär bei Springer. Der geschätzte Wert seines Anteils: 47 Millionen Euro.

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Döpfner kassierte 2010 nach Informationen der Süddeutschen Zeitung zehn Millionen Euro, die sich aus einem fixen und einen variablen Teil ergeben. Der Rest der Vorstandsvergütung über 17,9 Millionen Euro teilte sich Döpfner gemeinsam mit den Vorständen Andreas Wiele und Rudolf Knepper auf.

Der Verlags nennt das kumulierte Gehalt auf Anfrage der SZ "reine Spekulation". Aber schon Ende 2010 konnte Döpfner durch den Verkauf von über 70.000 Aktien einen ordentlichen Gewinn einfahren. Er erlöste 8,6 Millionen Euro, nach Steuern blieb ein Gewinn von mehr als vier Millionen Euro. Auch Knepper und  Wiele verkauften damals Anteile, jeweils im Wert von je rund 5,7 Millionen Euro.

Trotz des Verkaufs ist der Springer-Chef weiterhin Großaktionär. 2006 erwarb der Zwei-Meter-Mann rund 680.000 Aktien der Axel Springer AG aus dem persönlichen Besitz der Verlagserbin Friede Springer. Zum Vorzugspreis. Ihr eigenes Aktienpaket reduzierte sich damals auf 5 Prozent. Döpfner zahlte dafür rund 52 Millionen Euro. Die Zinsen für den üppigen Kredit, den er damals aufnehmen musste, kann er nun nach Schätzung der SZ mit den Dividenden begleichen.

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